Feature: Video-Tutorial: Steam Machine im Eigenbau - Teil 2

Steam bietet mit der SteamOS-Beta Interessierten die Möglichkeit, auf deren Basis vorab eine Steam Machine nach eigenem Belieben zu konfigurieren, ehe diese überhaupt final erwerbbar sind. Unerfahrene PC-Bastler können hier vor einige Probleme gestellt werden, die wir allerdings mit unseren Tutorials aus dem Weg räumen wollen. Wir zeigen euch in diesem Artikel-Teil mittels zahlreicher Video-Anleitungen wie ihr Schritt für Schritt euer System auf einfachem Wege zusammenbaut.


Nachdem wir im ersten Artikel der Steam-Machine-Reihe das Konzept von Valves Gaming-Plattform und unsere dafür genutzte Hardware vorgestellt haben, behandeln wir in Teil 2 den Zusammenbau des gewählten Systems.

Besonders, wenn ihr das erste Mal ein eigenen PC zusammenbaut, werden unsere Vorbereitungs-Tipps einige Nerven ersparen. Bevor Ihr die Komponenten verbaut, solltet ihr Euch ausreichend Platz verschaffen. Anschließend sollte vorsichtshalber eine Entladung an einem unlackierten Metallstück (beispielsweise an einem Heizungsrohr) erfolgen, damit die teure Hardware nicht durch statische Aufladung zerstört wird. Sorgt auch dafür, dass ihr euch während des Zusammenbaus nicht wieder elektrisch aufladet. vermeidet dafür während der Basteleien, Kleidung aus Synthetik-Fasern zu tragen und steht nach Möglichkeit nicht auf einem Teppich. All unsere kleinen Tipps findet ihr auch noch einmal in unserem Vorbereitungsvideo:

Einbau der Komponenten

In den folgenden sechs Video-Teilen erfahrt ihr, wie ihr die Komponenten zu einem System zusammenfügt. Teil 1 zeigt dabei, wie in unserem Falle der Intel Core i5-4670k auf einem Asus Z87I-Pro verbaut wird. Im Zweiten Teil erfahrt ihr die korrekte Installation des acht Gigabyte großen Avexir-Core-RAMs. Als nächstes folgt im dritten Teil der Einbau der Cooler Master Seidon 240M auf das Mainboard und deren Verkabelung. Der vierte Abschnitt bringt euch näher, wie die Kühlung ins Corsair Obsidian 250D einlassen und befestigen wird. Im fünften Teil der Video-Reihe verbauen wir die Nvidia Geforce GTX 770 von Asus, zusätzlich auch noch die Kingston HyperX-SSD sowie eine Ein Terabyte fassende HDD von Seagate und ein optisches Laufwerk. Im sechsten und letzten Abschnitt wird die gesamte Hardware verkabelt, sodass wir uns im nächsten Artikel der Steam-Machine-Reihe dem SteamOS widmen können.

Beachtet bei allen Schritten die Tipps der Vorbereitung, sodass eurer Hardware nichts passieren kann und ihr unter optimalen Umständen arbeitet!

Prozessor

Beginnt als erstes damit, die Abdeckung des CPU-Sockels zu öffnen, was über den Hebel an der Seite erfolgt. Anschließend kann auch schon die CPU - in unserem Fall ein Intel Core i5-4670k - in das Mainboard eingesetzt werden. Wichtig ist hierbei zu beachten, dass die CPU in der richtigen Position in den Sockel eingesetzt wird. Als Hilfe dienen Einkerbungen in der CPU und bestimmte Markierungen. Eventuell muss vorm Schliessen der Sockelabdeckung die Schutzkappe entfernt werden. In den meisten Fällen löst sich selbige allerdings beim Verriegeln selbst. Unser Video erklärt die Schritte noch einmal im Detail:

Arbeitsspeicher

Zur einfacheren Handhabung, verbauen wir anschliessend die acht Gigabyte RAM der Firma Avexir. Bei dessen Einbau gilt es zu beachten, dass der Arbeitsspeicher aufgrund einer Einkerbung nur in einer Richtung in den Slot eingesteckt werden kann. Eine falsche Positionierung und zu hoher Kraftaufwand kann Beschädigungen am Riegel oder an der Speicherbank hervorrufen. Bevor der Arbeitsspeicher verbaut wird, informiert euch im Handbuch des Mainboards darüber welche Slots für den Dual-Channel-Betrieb kombiniert werden müssen. Für den Einbau müsst ihr nun die Befestigungs-Clips öffnen, um den Riegel einschieben zu können. Durch gleichmäßigen Druck sollte der Riegel einfach einrasten. Unser Video ziegt den RAM-Einbau detailliert:

CPU-Kühler

Der nächste Abschnitt befasst sich damit, die Cooler Master Seidon 240M auf dem Z87I-Pro-Mainboard anzubringen. Beginnt damit, alle für euren Sockel relevanten Teile herauszusuchen und die nicht benötigten Parts weg zu legen. Anschliessend wird die für den Sockel nötige Backplate am Mainboard angebracht, an die wir später den Kühlkörper oder das Kühlelement schrauben können. Ist die rückseitige Platte befestigt, sollte nun die CPU mit Wärmeleitpaste versehen werden. Wir haben eine erbsengroße Menge an Wärmeleitpaste genutzt, die sich durch gleichmäßigen Druck über den gesamten CPU-Heatspreader verteilen soll. Nach dem Aufsetzen des Kühlers oder Kühlelements ist es wichtig die Schrauben über Kreuz anzuziehen, damit sich die Wärmeleitpaste gleichmäßig verteilt. Zu guter Letzt müssen die Lüfter der Kühllösung mit dem Mainboard verbunden werden. Das folgende Video zeigt alle Arbeitsschritte ausführlich:

Mainboard

Im vierten Schritt bauen wir das Mainboard in das Corsair Obsidian 250D ein. Zuerst muss hierfür das Gehäuse mit den richtigen Abstandshaltern versehen werden. Die benötigten Löcher erkennt ihr wahlweise über Bezeichnungen im Gehäuse oder könnt die Infos der Betriebsanleitung entnehmen. Solltet ihr euch nicht sicher sein, so könnt ihr auch euer Mainboard an den Boden anhalten, um die richtigen Löcher ausfindig zu machen. Sind die Abstandshalter verschraubt, gilt es, die I/O-Blende des Mainboards einzusetzen. Achtet hierbei auf die richtige Einbaurichtung. Mit etwas Druck könnt ihr nun das Mainboard verschrauben. Die Schrauben dürfen dem PCB zuliebe nur handfest angezogen werden. Anschließend muss noch der Radiator im Gehäuse untergebracht werden. Das Video zeigt alle Schritte noch einmal sehr ausführlich:

Grafikkarte, SSD, HDD und Laufwerk

Um die gewählte Grafikkarte in Form der Asus Geforce GTX 770 in das System einzubauen, müssen wir zuerst die entsprechenden Slotblenden aus dem Case entfernen. Je nach Gehäuse gibt es unterschiedliche Befestigungsmaßnahmen. Beim Obsidian 250D lassen sich diese per Rändelschrauben lösen. Dann muss die Grafikkarte in den sockelnähsten PCI-Express-Steckplatz eingesetzt werden. Im Falle unserer Mini-ITX-Platine ist sowieso nur eine entsprechende Schnittstelle vorhanden. Mit etwas Druck sollte die Grafikkarte im Slot einrasten. Anschliessend muss die Blende der Grafikkarte mit dem Gehäuse verschraubt werden.

Die Festplatten können hingegen einfach in dem vorgesehenen Käfig installiert werden. Beim Obsidian 250D geschieht dies über Kunststoff-Schlitten, in denen die Hardware eingeklipst und anschließend in den Käfig geschoben wird. Das Laufwerk gehört in den dafür vorgesehen Slot, nachdem ihr die Front-Blende entfernt habt. Schließt der ODD-Rand bündig mit dem des Gehäuses, so könnt ihr per Schnellfixierung das Laufwerk befestigen.

Im Video seht ihr alle Einbauten noch einmal detailliert:

Netzteil und Verkabelung

Nachdem vergleichsweise einfachen Netzteil-Einbau muss zu guter Letzt die gesamte Hardware verkabelt werden. Macht euch hierbei gegebenenfalls das Kabelmanagement eures Netzteils zu Nutze, um unnötigen Kabelsalat zu vermeiden. Auch Aussparungen am Mainboardtray, die es ermöglichen die Kabel hinter diesem zu führen, helfen bei der Ordnung. Versorgt nun per ATX- und CPU-Stecker das Mainboard mit dem benötigten Strom. Die Grafikkarte benötigt in unserem Falle einen 8- sowie 6-Pin-Stromanschluss. Die Festplatten sowie das Laufwerk werden mittels SATA-Kabel mit Energie versorgt. Zudem müssen diese Geräte noch mit einem Daten-Kabel an das Mainboard angeschlossen werden. Wichtig ist, dass diese nicht geknickt werden dürfen.

Im Video seht ihr die korrekte Vorgehensweise:

Weitere Informationen zu unserer Tutorial-Serie und dem SteamOS findet ihr im kommenden Artikel der Steam-Machine-Reihe.

Kommentare

Haben Steammachines eigentlich ne bestimmte Vorraussetzung? Oder könnte ich aus jedem PC eine machen?

Gesendet von meiner Microsoft XBOX ONE.

geschrieben am 21.07.2014 um 21:16 Uhr

Da SteamOS ja nix anderes als ein Debian ist, sollte es eigentlich auf jedem PC laufen. Ob dann natürlich jede verbaute Hardware nativ unterstützt wird, ist wieder eine andere Frage. ;)

Zu den Videos: Gut gemacht, aber eher was für die Anfänger unter uns. :)

geschrieben am 22.07.2014 um 08:03 Uhr

@ Propella Aber ich denke, jeder war mal irgendwann ein Anfänger. Ich finde die Videos ganz gut erklärt.

geschrieben am 30.07.2014 um 15:29 Uhr

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