Test: bloody G501 Gaming-Headset im Test

Die Firma bloody gehört bislang zu den Newcomern in der Peripherie-Branche, jedoch wurden diverse Produkte bereits auf Messen wie der Computex und Cebit präsentiert. Eines der vorgestellten Produkte ist das G501-Gaming-Headset, welches mit 7.1-Surround-Sound für nur 40 Euro punkten will. Wir haben das Headset aus Taiwan genau unter die Lupe genommen und werden in diesem Test klären, ob es sich tatsächlich um ein Oberklasseprodukt zum kleinen Preis handelt. 


bloody ist erst seit zwei Jahren im Geschäft, jedoch hat das Unternehmen bereits jetzt ein pralles Produktportfolio zu bieten, in dem sämtliche Peripherie-Sparten vertreten sind. Speziell im Audio-Bereich möchte der Hersteller-Neuling aus Taiwan das Oberklasse-Segment mit dem 7.1-Gaming-Headset erobern, welches auf den Namen „bloody G501“ hört. Mit einem soliden Preis von rund 40 Euro sollen auch Sparfüchse in den Geschmack der angeblichen Oberklasse kommen. Ob dem wirklich so ist werden wir in diesem Testbericht klären. 

Sämtliche Produkte werden von bloody selbst konzipiert sowie vertrieben. Bislang ist die Firma mit dem Hauptsitz in Taiwan zwei Jahre alt, jedoch soll der Eintritt in den westlichen Markt noch in diesem Jahr erfolgen. Als Logo dient ein blutiger Handabdruck, welcher mit der typischen schwarz-rot Kombination sämtlicher Artikel harmoniert.

Lieferumfang und Verpackung

Das bloody G501 befindet sich in einer großen, rot-schwarzen Verpackung, welche eine aufklappbare Front besitzt, wodurch das von Plastik umhüllte Headset betrachtet werden kann. Diverse Abbildungen sowie Auszüge zu den jeweiligen Besonderheiten wurden auf der linken, rechten sowie auf der Rückseite abgedruckt. Farblich orientiert sich das Produkt an den Brüdern aus der Maus-Branche, welche strickt in rot und schwarz gehalten wurden. Treiber-CD sowie Zubehör sucht der Käufer vergebens. 

Aufbau, Verarbeitung und Design 

Wie schon erwähnt orientiert sich die farbliche Gestaltung an den anderen bloody-Produkten, welche ebenfalls im Maus- und Tastatur-Segment vorzufinden sind. Wie zu erwarten war, besteht das Headset aus verschiedenen Plastiksorten, nur die Oberseite sowie die Ohrmuscheln sind mit sanftem Kunststoff überzogen, um einen höheren Tragekomfort zu bieten. Die Bügel fühlen sich nicht nur samtweich an, sondern lassen sich auch einen ganzen Zentimeter ausfahren, wodurch jeder Nutzer eine adäquate Einstellung finden wird. 

Das Design wurde vom Hersteller konsequent durchgesetzt, wodurch das komplette Erscheinungsbild stimmig wirkt. Auch die äußere Seite der Ear-Cups weisen neben dem pulsierenden Firmenlogo Liebe zum Detail durch das abwechselnde Farbspiel auf. Trotz des moderaten Gewichts, liegt das Headset angenehm auf und bietet trotzdem eine beeindruckende Isolation von äußeren Geräuschquellen, so werden beispielsweise klingelnde Handys mit Leichtigkeit überhört. Das G501 besitzt ein 2,2 Meter langes Kabel.

Weiter fällt die hochwertige Verarbeitung durch die umflochtene Extraschicht des Kopfbügels auf. Als Bonus-Feature fügte der Hersteller einen recht auffälligen Schalter hinzu, womit der User die jeweiligen Soundprofile ändern sowie das Mikro abschalten kann. Zuletzt nahmen wir das ausfahrbare Mikrophon unter die Lupe, welches uns im Vorfeld die größten Sorgen bereitete. Jedoch konnte der Newcomer auch in diesem Punkt ein solides Maß an Qualität bieten.

Praxis 

Wir haben das Headset neben diversen Gaming-Sessions auch für alltägliche Aufgaben benutzt. Neben einem satten Bass, der von Werk aus etwas zu stark ist, konnte uns das Headset nicht sonderlich beeindrucken. Trotz der angepriesenen 7.1-Features bewegt sich die Wiedergabe-Qualität von Musikstücken im unteren Bereich. Auch die separate Software namens "Tonmaker1" haben wir zur Hilfe genommen, jedoch hatte diese keinerlei spürbare Veränderung herbeigeführt. Zum Glück hat bloody von Werk aus zufriedenstellende Soundprofile voreingestellt. 

Auch das Mikrophon konnte sich in den Tests positiv bewähren, aber nicht beeindrucken. Sämtliche Gamer werden sowohl mit Sound als auch mit der Aufnahme zufrieden sein. Jedoch kann das G501 mit so manch einem Oberklasse-Konkurrent mithalten. Da das reguläre Soundprofil optimal war, benutzten wir den Extra-Schalter nie. Zumindest konnten wir dadurch die Lautstärke bequem ändern und auch das Mikro schnell ausschalten. Auch nach vielen Stunden der aktiven Nutzung wurden die Kopfhörer nicht zur Last. Der Komfort blieb trotz der beachtlichen Einsatzdauer erhalten, was nur wenige Over-Ear-Headsets von sich behaupten können. 

Fazit

Zusammenfassend können wir nur sagen, dass uns der Newcomer aus Taiwan in Anbetracht des Preises überzeugte. Optisch konnte bloody trotz des recht einseitigen Themas ebenfalls punkten. Kleine Details wie die abwechselnden Farbspiele und die pulsierenden Firmen-Emblems sowie die verschiedenen Kunststoffapplikationen zeigten, dass der asiatischen Branchenfrischling viel Zeit in die Konzeption steckte. Technisch konnte uns der 7.1-Surround-Sound nicht begeistern, jedoch erfüllte das G501 sämtliche Aufgaben souverän und bot eine konsequente Zuverlässigkeit. Die Software konnte uns nicht überzeugen, jedoch ist diese dank der soliden Voreinstellungen nicht nötig. 

 

Für das bloody G501 spricht ganz klar das moderne und farblich abgestimmte Design. Zudem wird trotz viel Kunststoff ein ordentliches Maß an Qualität geboten, welches sich von den Ohrmuscheln, bis hin zum 2,2 Meter langen USB-Kabel erstreckt. Neben dem Tragekomfort konnte uns auch die souveräne Leistung im technischen Bereich ohne Fehler oder Störungen überzeugen. Zu guter Letzt sticht natürlich der angekündigte Preis von 40 Euro heraus, der für 7.1-Headsets äußerst günstig ist. 

 

Gegen das bloody G501 spricht die Software, welche nicht nur sporadisch das Zeitliche segnete, sondern auch keine überzeugenden Resultate im Fine-Tuning bieten konnte. Während das ausfahrbare Mikrophon eine solide Idee war, störte uns jedoch, dass es sich beim Herausziehen etwas lose anfühlte.   

Das G501 Gaming-Headset ist zu einem Preis von knapp 40 Euro (Stand 11/2014) erhältlich. Angesichts der vergleichsweise geringen Kosten, gehen die aufgezählten Mängel sicherlich in Ordnung. Wirklich hochwertigen 7.1-Surround-Sound sollte man allerdings nicht vom G501 erwarten.

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