Feature: Roccat Power-Grid Software im Detail

Mit Power-Grid hat der Gaming-Spezialist Roccat eine neuartige Software entwickelt, welche sowohl für den Computer, als auch für das eigene Smartphone verfügbar ist, um den Nutzer während des Spielens und anderen Tätigkeiten stets über aktuelle Geschehnisse am Rechner zu informieren. Wie sich die Kombination aus PC- und Handy-App bedienen lässt und ob die Software bei der Nutzung nennenswerte Vorteile bietet, erfahrt ihr in diesem kurzen Feature-Artikel.


Den aktuellen Systemstatus zu überprüfen, ist mittlerweile nicht schwierig: Über Windows selbst und unzählige weitere Tools, lassen sich Informationen wie die Systemauslastung, die aktuelle Internetgeschwindigkeit und vieles weitere jederzeit auslesen. Mit Power-Grid geht Roccat einen Schritt weiter und bezieht auch das eigene Smartphone mit ein. So kann der Nutzer auch dann jederzeit informiert werden, wenn dieser gerade abwesend oder am Zocken ist, was bisher nur mit teuren Gadgets wie etwa Tastaturen mit integrierten Displays oder gar einem zusätzlichen Monitor möglich war. Aus diesem Grund hört sich Roccats Konzept zunächst sehr interessant an, zumal das Smartphone am PC in der Regel ohnehin meist ungenutzt auf dem Schreibtisch liegt.

Bei der Einrichtung der Grid-Software muss zunächst das rund 34 Megabyte große Programm für den PC heruntergeladen werden und ein neues Konto eingerichtet werden, falls dies noch nicht geschehen ist. Im Anschluss kann das iOS- oder Android-Gerät per WLAN oder Kabel mit dem Computer verbunden werden, sofern die entsprechende Anwendung aus dem Apple App Store beziehungsweise Google Play Store heruntergeladen wurde.

Hauptmerkmal der Software sind die "Grids", welche das Programm bestücken und nach Belieben genutzt, ausgetauscht sowie modifiziert werden können. Auch eigene dieser Mini-Apps lassen sich erstellen. Eine umfangreiche Auswahl hierzu findet man ebenfalls auf der Webplattform "Grid Store", wo Roccat auch spezielle Grids für seine hauseigene Produkte anbietet, etwa der mechanischen Tastatur Ryos Pro. Das Angebot ist allerdings noch etwas  beschränkt, zumal bisher auch nur wenige Grids für spezielle Spiele angeboten werden.

Das Kern-Analyse-Tool stellt das Grid "System Stats" dar, welches diverse technische Daten des Rechners in Echtzeit ausgibt. Hierzu gehört die momentane Auslastung der einzelnen Prozessorkerne sowie Arbeitsspeicher und die Belegung des Festplattenspeichers. Außerdem wird der aktuelle Netz-Traffic im Download sowie Upload angezeigt. Die beiden letzten Bausteine dieses Grids sind eine Stoppuhr und ein Timer, der standardmäßig auf 15 Minuten eingestellt ist.

Wir haben uns testhalber ein Zusatz-Grid zu Battlefield 4 herunter geladen, welches sich automatisch mit dem Origin-Konto am Rechner verbindet. Zwar kann sich der Nutzer nicht direkt mit einem laufenden Server verbinden, sondern wird nur auf die Serverauswahl im Browser weitergeleitet. Dafür hat man direkt am Grid die Möglichkeit, den aktuellen CPU- sowie RAM-Bedarf anzeigen zu lassen und den Sound für Battlefield 4 zu regulieren oder ganz auszuschalten.

Zu den weiteren Features der Power-Grid-Software gehört ein User-Interface zur Anbindung von Email, Facebook, Skype und weiteren Socia-Messaging-Diensten. Loggt man sich dort mit den entsprechenden Konten ein, werden eingehende Meldungen automatisch im "Incoming Center" angezeigt. Nach dem gleichen Prinzip sind die Grids auch bei der Smartphone-App aufgebaut, allerdings mit dem entscheidenden Unterschied, dass zusätzliche Grid-Slots gegen eine geringe Gebühr erworben werden müssen. Bei einer so umfangreichen Software ist jedoch verständlich, dass zur Weiterentwicklung ein gewisses Maß an Ressourcen notwendig ist, was der Hersteller auch selbst zugibt.

Fazit

Auch wenn sich die meisten, angezeigten Informationen der Software anderweitig abrufen lassen, ist Roccat mit dem Konzept der anpassbaren Grids ein guter Wurf gelungen. Die gebündelten Informationen und Bedienelemente bieten einen guten Überblick sowie praktische Steuerungsmöglichkeiten über das beim Zocken in der Regel sonst ungenutzte Smartphone. Damit eignet sich die App hervorragend für Spieler, auch wenn die Auswahl an zusätzlichen Programmen für Games zum momentanen Zeitpunkt noch sehr mager wirkt. Als Gratis-Programm ist Roccats Power-Grid aber durchaus interessant und für neugierige Spieler mit Sicherheit einen Blick wert.

Kommentare

Also nach meiner "kurzen" Erfahrung mit der Software zur Roccat Kone Pure,würde ich mich gar nicht erst an die Power Grid-Software trauen.
Die Maus,Roccat Kone Pure Phantom White,gewonnen im Adventskalender ist wirklich absolut geil.
Liegt super in der Hand,perfekte Reaktionen Ingame,Mausrad super usw.
Aber der Treiber,oh mein Gott!!!
Ständig hängt er auf einmal,so daß ich nur noch die Maus aus- und wieder einstecken kann,damit sie wieder reagiert.
Bereits 2 oder 3 mal hat er sich komplett wieder resettet,so daß ich alle Einstellungen erneut vornehmen konnte.
In Verbindung mit der Microsoft Software für meine Sidewinder X4,ging der Mauszeiger nur noch auf Wanderschaft,so daß mir nix anderes übrig blieb,als den MS-Treiber zu deinstallieren.
Habe mittlerweile schon das komplette System neu aufgesetzt und wirklich nur noch das aller nötigste aufgespielt aber der
Treiber spinnt hin und wieder dennoch.
Besonders toll,wenn ich gerade Ingame die DPI verstelle und auf einmal gar nix mehr geht.
So toll die Maus echt ist,so "bescheiden" ist die Software.
War ja schon viel von meiner Arvo gewohnt aber beim Treiber der Kone falle ich echt vom Glauben ab.

geschrieben am 07.02.2014 um 00:19 Uhr

Jap die Arvo-Treiber fand ich auch schlecht. Bin froh, dass ich jetzt meine Logitech G105 hab. Programmieren müssen die glaub ich echt noch lernen bei ROCCAT.


Gesendet von meinem Nokia Lumia 925.

geschrieben am 07.02.2014 um 06:19 Uhr

Ich war schon vor Ewigkeiten PG-Beta nutzer mit nem IPhone, allerdings habe ich es nie zum Laufen bekommen, weil ich keine Verbindung herstellen konnte. Egal ob mit Kabel/Wlan/Wlan-Stick/Notebook..

Und Konfigurationsmöglichkeiten bietet die App nicht wirklich, finde ich sehr schade, oder ich bin einfach zu dumm dafür -.-

geschrieben am 07.02.2014 um 07:46 Uhr

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