Test: Corsair Glaive RGB im Test

Corsair schickt mit der Glaive RGB seine neueste Gaming-Maus ins Rennen, dessen Vorzüge unter anderem bei einer schicken Beleuchtung, einem ebenso ansprechenden Design und einem hochauflösenden Sensor mit bis zu 16.000 DPI liegen. Für mehr Individualisierung gibt es außerdem mehrere austauschbare Seitenteile. Ob es dafür die begehrte PC-Max Redaktionsempfehlung gibt, zeigt unser Testbericht.


Regelmäßig veröffentlicht Corsair derzeit neue Maus-Modelle - natürlich mit RGB-Beleuchtung, was an den Namen der Modelle unschwer zu erkennen ist. Blickt man etwas zurück, gab es zuletzt die Scimitar Pro RGB mit besonders vielen Daumentasten für MMORPG-Spieler und Co. Die Ende des letzten Jahres vorgestellte Harpoon RGB richtete sich hingegen an Einsteiger mit einer sehr günstigen Preisempfehlung von 30 Euro. Vor wenigen Tagen wurde nun die Glaive RGB enthüllt, das entsprechende Testmuster landete auch direkt bei uns in der Redaktion. Ob diese in die Fußstapfen der vorherigen Modelle treten kann und sich ebenfalls eine Redaktionsempfehlung sichert, lest Ihr im Folgenden.

Lieferumfang und Details

Der Lieferumfang bei Corsair-Mäusen war zuletzt eher wenig spektakulär, da im Grunde nur das Allernötigste beigelegt war. Bei der Glaive RGB legt der Hersteller aber gleich drei Daumenmulden dazu, die sich via Magnethalterung an die Maus anklemmen lassen - dazu später mehr. In der kompakten Verpackung findet sich ansonsten noch eine kleine Aufbewahrungstasche, eine Bedienanleitung und die Maus selbst. Der gelb-schwarze Karton ist wie immer schön anzusehen, im Inneren aber kompliziert verschachtelt und kann daher schnell angerissen werden.

Lässt man die RGB-Beleuchtung außer Acht, ist das Design der Glaive recht dezent und weniger ausgefallen als bei so einigen Konkurrenzmodellen. Den Großteil der Oberfläche macht schwarzer Kunststoff aus: Auf der Oberseite wirkt dieser eher weich und rau, auf der Unterseite hingegen hart und glänzend. An der vorderen, linken Ecke zeigt sich aber auch ein kleiner Metallstreifen, an den Seiten gibt es außerdem jeweils gummierte Daumenmulden. Zwar trägt Plastik grundsätzlich nicht gerade zu einem hochwertigen Erscheinungsbild bei, im Falle der Glaive RGB ist die Verarbeitung aber exzellent und daher trotzdem positiv zu werten. Das Kabel der Maus ist umflochten und 180 cm lang.

125,8 x 91,5 x 44,6 mm fasst der recht klobige Nager, er ist zudem ausschließlich für Rechtshänder ausgelegt. Insgesamt ist die Ergonomie trotz der breiten Bauweise sehr gut, mit 122 Gramm sitzt die Maus auch gut in der Hand. Beide Haupttasten besitzen einen deutlichen Druckpunkt; laut Hersteller sollen die hierfür verbauten Omron-Switches bis zu 50 Millionen Klicks aushalten. Das Mausrad besteht aus Metall, wird aber von einer gummierten Oberfläche umrandet. Hier ist der Druckpunkt beim Scrollen recht dumpf eingestellt, eine präzise Steuerung ist aber stets gegeben. Hinzu kommen noch die beiden Maustasten an der linken Seite.

Was wäre eine neue Corsair-Maus ohne ihre LED-Beleuchtung? Bei der Glaive gibt es insgesamt drei Zonen: Rechts und links als Streifen, mittig im Firmenlogo und vorne in zwei eckigen Flächen. Genau betrachtet gibt es noch eine "Zone" an der Daumenmulde, wo aufgrund des recht großen Spalts ebenfalls die LEDs zum Vorschein kommen. Zusätzlich beleuchtet sind fünf blaue Indikatoren zum Ablesen der aktuellen DPI-Einstellung.

Einer der wichtigsten Details bei der Maus ist natürlich das austauschbare Seitenteil. Zu diesem Zweck gibt es insgesamt drei Alternativen, von denen der Nutzer je nach Geschmack die Passende aussuchen kann. Die erste Daumenmulde ist recht glatt und besteht an der Seite aus Kunststoff, ein weiteres ist leicht nach innen gewölbt und mit Gumminoppen versehen, das letzte und auch auffälligste Seitenteil ist ebenfalls gummiert und stark nach außen geneigt, weshalb hier der Daumen auch direkt abgelegt werden kann. Positiv: Das Anbringen funktioniert jeweils über einen Magnetmechanismus, weshalb die Montage werkzeuglos innerhalb weniger Sekunden erfolgt.

Software

Wie üblich lässt sich die Glaive RGB sofort via Plug-and-Play an den Rechner anschließen und nutzen. Die Corsair Utility Engine (CUE) bietet aber sinnvolle Optimierungsmaßnahmen und Anpassungsmöglichkeiten der Beleuchtung. Der Aufbau gleicht dabei in weiten Teilen dem, was wir bereits beim Scimitar-Test gesehen haben: Die Menüpunkte sieht übersichtlich, jedoch kann man sich schnell in den vielen Untermenüs verlaufen. Die Erklärungen und Visualisierungsmöglichkeiten bei der Konfiguration helfen aber ungemein, den Überblick zu bewahren.

Zu den Anpassungsmöglichkeiten gehört der übliche Mix aus RGB-Einstellung für die jeweiligen Zonen, die Festsetzung der DPI-Stufen und die Belegung der Tasten samt optionalem Makro-Befehlen. Weiterhin gibt es die Möglichkeit, die Maus für diverse Oberflächen zu kalibrieren. Die Abtastrate kann unterdessen in Stufen von 125, 250, 500 und 1000 Hertz eingestellt werden.

Praxistest

In der Praxis zeigt die Glaive RGB eine sehr gute Leistung. Der in Kooperation mit Pixart gefertigte, optische Sensor PMW336, wie wir ihn schon von der Scimitar Pro kennen, verrichtet seinen Dienst immer mängelfrei, wenn auch die maximale Auflösung von 16.000 extrem hoch ist. Die meisten Nutzer dürften sich eher in einem niedrigeren Bereich wohl fühlen. Auch der gute Grip und das angenehme Gewicht tragen zum sauberen und reaktionsschnellen Ansprechverhalten bei.

Während das Design der Maus grundsätzlich recht dezent wirkt, lässt sich das Erscheinungsbild durch die austauschbaren Seitenteile schnell ändern. Wichtiger ist allerdings, dass sich dadurch auch das Handling verändert. Damit kann Corsair quasi mit nur einer Maus gleich mehrere Geschmäcker bedienen. Beim Gewicht hingegen ist der Nutzer festgefahren, denn zusätzliche Gewichte zum Anpassen des Schwerpunkts gibt es nicht.

Zuletzt lässt sich noch die RGB-Beleuchtung erwähnen: Am auffälligsten ist hier der Streifen an der linken Seite, alle anderen Beleuchtungen sind bei der Nutzung entweder meist durch die Hand verdeckt oder von der üblichen Sitzposition nicht zu sehen. Für viele Nutzer dürften die LEDs ohnehin nicht mehr als eine Spielerei sein, die saubere Umsetzung des RGB-Feature inklusive der Konfigurationsmöglichkeiten ist Corsair aber definitiv positiv anzurechnen.

Fazit

Welche Nutzer will Corsair nun mit der Glaive RGB ansprechen? So genau weiß es auch der Hersteller vermutlich nicht, weshalb man die Maus mit dem Begriff Allrounder schmückt. Zu dieser Einschätzung kommen wir nach unserem Test ebenfalls. Denn der Nager ist vom Design her wenig aufregend und von der Passform allgemein gehalten. Damit die Glaive aber nicht zu unauffällig ist, geben die austauschbaren Seitenteile die passende Möglichkeit zur Individualisierung. Insofern dürfte für jeden Daumen der passende Aufsatz dabei sein.

Für die Maus spricht die sehr gute technische Umsetzung der Sensorik und die saubere Verarbeitung. Die anpassbare linke Seite ist ein kluger Schachzug, dessen Nutzen in jedem Fall gegeben ist. Dem Anspruch als guter Allrounder für Gamer kann die Glaive also gerecht werden. Zwar gibt es auch günstigere Mäuse, die die Anforderungen einer solchen Nutzergruppe erfüllen. Doch als Gesamtpaket samt der CUE-Software und dem RGB-Feature stellt Corsairs neueste Maus eine lohnende Alternative dar. Aus diesem Grund vergeben wir ein drittes Mal in Folge unsere Redaktionsempfehlung für einen Corsair-Nager. Die Glaive RGB ist aktuell zum Preis von rund 70 Euro zu haben (Stand 05/2017).

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