Test: Corsair K63 Tastatur im Test

Corsair hat erst vor Kurzem die K95 RGB Platinum auf den Markt gebracht und damit das High-End-Segment der Tastaturen aufgemischt. Nun hat der Peripheriehersteller seine neueste Oberklasse-Tastatur in den Handel gebracht: Die Corsair K63. Die mechanische Tenkeyless-Gaming-Tastatur ist bereits ab rund 90 Euro erhältlich und soll damit Gamer mit einem schmaleren Geldbeutel ansprechen. Im Test verraten wir, ob sich die Anschaffung angesichts der merkbaren Abspeckung gegenüber gehobenen Modellen Corsairs wirklich lohnt.


Der ursprünglich auf Arbeitsspeicher spezialisierte Hersteller Corsair hat schon öfters bewiesen, dass er auch gute Tastaturen konstruieren kann. Das letzte High-End-Modell, die Corsair K95 RGB Platinum, sicherte sich vor kurzem unsere Redaktionsempfehlung. Mit der aktuellsten K63 hat Corsair nun eine kompakte Tenkeyless-Gaming-Tastatur auf den Markt gebracht, welche im Vergleich zur K95 erheblich günstiger ist, aber dennoch mit einer erstklassigen Verarbeitung punkten soll.

Neben den verbauten mechanischen Cherry MX Red Switches gibt es auch Multimedia-Tasten, beispielsweise zur Lautstärkeregulierung oder Wiedergabesteuerung von Medien. Allerdings besitzt die K63 statt einer RGB-Beleuchtung nur eine rote, aber immerhin auch Perkey-kompatible Beleuchtung. Ob die Corsair K63 es ihrem großen Bruder gleichmacht und ebenfalls ins Schwarze treffen kann, klärt unser Test.

Lieferumfang und Design:

Die K63 kommt in einem robusten und schlanken Karton daher, welcher wie für Corsair typisch in schwarzer Farbe mit gelben Akzenten gestaltet ist. Der Lieferumfang ist ziemlich minimalistisch gehalten. Neben der Tastatur selbst findet sich nur eine einfache Bedienungsanleitung im Karton. Beim ersten Entnehmen aus dem Karton fällt bereits die gute Verarbeitung auf. Die Tastatur selbst ist in einem schlichten Schwarz gehalten, lediglich die eingeschlossenen Areale unter den Tasten sind aus rotem Plastik.

Die Beschriftung ist wie immer Corsair-Typisch genau wie die durchgezogene Einkerbung zwischen den normalen Schaltern und den Multimedia-Tasten. Allerdings sucht man Aluminium-Elemente oder dergleichen vergeblich: Corsair hat bei der K63 auf ein robustes Kunststoffgehäuse gesetzt. Ebenfalls ist uns aufgefallen, dass die Handballenauflage komplett weggelassen wurde. Dies dürfte den ein oder anderen verärgern, aber Corsair musste hier wohl schlicht Kompromisse eingehen. Grob gesehen ähnelt die Tastatur vielen anderen Tenkeyless-Keyboards Corsairs.

 

Verarbeitung und Technische Daten:

Die K63 ist wie andere vorherige Modelle und für Corsair typisch sehr gut Verarbeitet. Zwar besteht das gesamte Gehäuse nur aus Kunststoff, allerdings ist dieses sehr gut verarbeitet. Nichts knarzt oder wackelt, alles sitzt bombenfest. Bei der K63 muss man allerdings auf eine Handballenauflage verzichten, ein Auflagen-Ansatz ist ebenfalls nicht vorhanden. Dafür belässt es Corsair technisch bei hochwertigen Teilen und verbaut so mechanische MX Red Schalter von Cherry. Sie haben eine Betätigungskraft von 45 Gramm und benötigen bis zur Auslösung einen Tastenweg von zwei Millimetern. Laut Hersteller beträgt die Lebensdauer mindestens 50 Millionen Klicks.

Neben Features wie 100% Anti-Ghosting oder volles Tasten-Rollover besitzt die K63 eine rote LED-Hintergrundbeleuchtung, welche sich mit einem einfachen Klick dimmen oder auch komplett abschalten lässt. Größentechnisch bringt es die Tastatur ohne Nummernblock auf gerade einmal 36,5 x 17,1 x 4,1 cm bei einem Gewicht von 1,12 Kilogramm.

Das gummierte USB-Kabel ist gut verarbeitet und mit einer Länge von 2,1 Metern wohl mehr als ausreichend. Wie zuvor erwähnt gilt lassen sich mithilfe der Multimedia-Tasten die Medienwiedergabe steuern oder die Lautstärke regulieren. Zusätzlich befindet sich neben dem Corsair-Logo jeweils eine Taste für die Regulierung der Hintergrundbeleuchtung sowie zum Sperren der Windows-Taste.

Software und Praxistest:

Mit Corsairs CUE-Software (Corsair Utility Engine) lassen sich diverse Einstellungen vornehmen. Zwar gibt es nicht so viele mögliche Anpassungen wie bei Top-Modellen mit RGB-Beleuchtung, allerdings sind diese hier absolut angemessen. Die Hintergrundbeleuchtung ist leider nur einfarbig, lässt sich aber dynamisch steuern. Programmierbar sind außerdem alternative Befehle oder benutzerdefinierte Makros, was bei den meisten teureren Tastaturen fast schon Standard geworden ist.

Vor dem eigentlichen Betrieb macht sich die Handlichkeit der Tastatur bemerkbar. Die K63 ist kompakt und leicht, aber liegt dank der gummierten Noppen immer stabil auf dem Schreibtisch. Zu den Cherry MX Red-Switches lässt sich nicht allzu viel sagen, denn sie arbeiten stets schnell und präzise. Erwähnenswert wäre auch, dass die K63 im Vergleich zu anderen Tastaturen mit anderen mechanischen Schaltern wesentlich leiser ist. Das ist vor allem bei aufkommenden Büro-Arbeiten ein echter Segen - obwohl hier vermutlich einige den Nummernblock vermissen könnten.

Abgesehen davon spricht eine Tenkeyless-Tastatur vor allem eine Zielgruppe an: Nämlich Gamer. Und die bekommen von Corsairs K63 sehr gute Performance für unter 100 Euro geboten. Mit der Tastatur lässt es sich problemlos auch mehrere Stunden zocken und dazu ist sie auch für Schreibarbeiten ausreichend. Allerdings vermissen wir irgendwann dann doch eine Handballenauflage, welche man sich - soweit benötigt - auch optional anschaffen kann. Ansonsten hat man eine absolut solide Gaming-Tastatur, die fast keinen Platz für Mängel aufkommen lässt.

Fazit:

Für die K63 spricht die für Corsair typische sehr gute Qualität und Verarbeitung. Technisch wurde nicht gespart, mit den verbauten Cherry MX Red Schaltern kommt jeder Gamer voll auf seine Kosten. Mit der CUE-Software lässt sich die Tastatur außerdem sehr einfach anpassen, beispielsweise die rote LED-Hintergrundbeleuchtung dynamisch mit Effekten gestalten. Und die verfügbaren Multimedia-Tasten sind bei regelmäßiger Benutzung durchaus hilfreich. In Anbetracht der Tatsache, dass die K63 bereits ab 95 Euro erhältlich ist (UVP 99,99 Euro), bietet die Tastatur für die Leistung ein faires Preis-Leistungs-Verhältnis.

Gegen die Corsair K63 spricht die fehlende Handballenauflage, welche viele hier wohl vermissen würden. Außerdem besteht das gesamte Gehäuse der Tastatur aus Kunststoff, das wird allerdings von der guten Verarbeitung und Qualität kompensiert.

Als reine Gaming-Tastatur erfüllt die Corsair K63 ihre Arbeit mehr als nur genug. Für den Preis kann man auch die Kompromisse, die Corsair eingegangen ist, hinnehmen. Die K63 ist vor allem für Gamer interessant, die für Qualität und Technik gerne auf Schnick-Schnack wie beispielsweise eine RGB-Beleuchtung verzichten können. Klar sind 100 Euro (Corsair Online-Shop) für eine Tastatur, die in Sachen Funktionen abgespeckt hat, recht happig. Allerdings sprechen die gute Qualität, Verarbeitung und Technik für sich, weshalb die Corsair K63 für Technikorientierte eine gute Wahl darstellt. Aus diesem Grund sprechen wir der Corsair K63 unsere Redaktionsempfehlung aus.

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