Test: Xtrfy M3 HeatoN-Edition und B1-LED Maus-Bungee

Xtrfy hat eine neue Gaming Maus auf den Markt gebracht, welche auf den Namen "XG-M3-Heaton" hört und neben einem optischen Sensor eine 3-Zonen-LED-Beleuchtung mitbringt. Dazu hat der Peripherie-Hersteller ein Maus-Bungee mit USB-Hub ins Rennen geschickt. Beide Geräte wurden mithilfe des eSports-Spieler Emil Christensen und seinem Team Ninjas in Pyjamas mitentwickelt und abgenommen.


Der schwedische Hersteller für Computer-Peripherie Xtrfy ist in der Gaming-Szene nicht ganz unbekannt. Neben Tastaturen und Mäusen biete man auch Accessoires für enthusiastische Gamer an. Nun versucht Xtrfy mit einer neuen Gaming-Maus sowie einem dazugehörigen Maus-Bungee mit USB-Hub Gamern ein neues einzigartiges Gefühl beim Spielen zu geben. Die Geräte, welche in Kooperation mit dem E-Sports-Spieler Emil “HeatoN“ Christensen und seinem Team "Ninjas in Pyjamas" entwickelt wurden, sollen mit solider Technik aufwarten und auf das Wesentliche konzentriert sein.

Mit einer Preisempfehlung von 74,90 Euro ist die XG-M3-Heaton im Oberklasse-Segment angesiedelt und soll mit einem ergonomischen Design und zuverlässiger Technik punkten. Das optionale Maus-Bungee schlägt mit 49,90 Euro zu Buche und soll sich an Gamer mit dem entsprechenden Budget für Zubehör richten. Nun stellt sich die Frage, ob sich die langjährige Zusammenarbeit mit den Ninjas gelohnt hat und ob das Bungee auch für Casual-Gamer interessant sein könnte. 

Lieferumfang

Die Maus kommt in einem handlichen Karton geliefert, welcher durch ein magnetisches Klapp-Cover schon vorab einen Blick auf das Wesentliche erlaubt. Xtrfy hält sich beim Zubehör zurück und legt neben der Maus selbst eine Kurzanleitung und einen Auskleber dazu. Das Maus-Bungee kommt mit einem geflochtenem USB-Kabel zum Verbinden mit dem Computer, einer Kurzanleitung und einem Sticker daher. Außerdem gibt Xtrfy noch eine Aufbewahrungstasche dazu, mit der man das Bungee auch sicher transportieren kann.

Design und technische Details

Xtrfy wirbt damit, bei der Wahl der Technik auf die Erfahrung professioneller Spieler gesetzt zu haben. Deshalb hat der Peripherie-Hersteller fast schon in die Jahre gekommene, aber dafür lang getestete Technik verbaut. So findet man in der M3 den ADNS-3310 Sensor, welcher eine maximale Auflösung von 4000 DPI bietet. Fünf Modi stehen zur Auswahl, die von 400 bis 4000 DPI reichen. Da sich die Taste zum Verstellen der DPI auf der Unterseite der Maus befindet, ist es nicht möglich, mal schnell In-Game die Zeiger-Geschwindigkeit anzupassen. Ebenfalls auf der Unterseite des Nagers lässt sich die USB-Abfragerate einstellen (125, 500 und 1000 Hz). Die Maus-Tasten basieren auf Omron-Schalter, welche laut Hersteller eine Lebensdauer von bis zu 20 Millionen Tastenanschläge haben. Bei den Daumentasten setzt Xtrfy hier auf Switches von Kailh, welche einen deutlich weicheren Anschlag haben als das Korrelat von Omron. Da diese etwas aus dem Gehäuse hervorstehen, lassen sie sich gut ansteuern.

 

Das XG-M3 kommt in einem schlichten Aluminium-Gehäuse, dessen Inneres hauptsächlich aus Kunststoff besteht. Auch hier findet man eine gelbe LED-Beleuchtung, welche sich weder verstellen, noch ausschalten lässt - bei einem Preis von 49,90 Euro durchaus fraglich. Auf der Rückseite befinden sich vier nützliche USB-Steckplätze, die man individuell nutzen kann. Ein wesentlicher Bestandteil ist der neon-gelbe Gummi- „Arm“, welcher das Behindern des Spielers durch das Maus-Kabel verhindern soll. Das XG-B1 ist relativ schwer und massiv, womit es das angelegte Kabel sicher halten kann.

Beide Geräte kommen ohne ein optionales Programm oder dergleichen daher. Obwohl solche Software viele Hersteller für ihre Geräte anbieten, hat sich Xtrfy dagegen entschieden, denn die Mitentwickler von NiP finden solche Tools eher lästig. Als gewöhnlicher Nutzer benötige man solche Anwendungen ohnehin nicht.


Praxistest

Im Alltag bleibt auch die längere Verwendung der M3 durch die ergonomische Form angenehm. Da die M3 allerdings überdurchschnittlich lang ist, könnten Menschen mit kleineren Händen Probleme bekommen, die Maus überhaupt richtig zu greifen. Die spezielle Beschichtung lässt zu, dass der Grip auch mit Schweiß an den Händen nicht nachlässt. Längere Zeit mit verschwitzten Händen zu spielen, wird wohl trotzdem nicht jedermanns Sache sein. Das Gewicht der Maus von 109 g ist für die Größe recht gering und lässt sich zudem auch nicht einstellen. Das Handling ist durchaus annehmbar, was sich vor allem beim Zocken bemerkbar macht. Hierbei sei nochmals angemerkt, dass das Design der Maus für Rechtshänder optimiert ist, wodurch eine Bedienung mit der linken Hand nicht von Vorteil ist.

Der in gelb leuchtende Xtrfy-Schriftzug und HeatoNs Unterschrift fallen bei Benutzung so gut wie gar nicht auf, da man diese in der Regel mit der Hand verdeckt. Dies wird allerdings von LEDs am Mausrad und unter den Maustasten kompensiert, die sich schön in das Gesamtbild einfügen. Der Nutzen des Maus-Bungees macht sich vor allem während des Zockens bemerkbar. Der Gummi-Arm hält das Mauskabel so, dass es während der Benutzung nicht durch Stauchen oder dergleichen den Spieler behindern kann. Die vier zusätzlichen USB-Ports sind bei der Nutzung mehrerer USB-Geräte sehr praktisch und einfach zu erreichen.



Fazit

Unserer Meinung hat sich die Zusammenarbeit mit Emil Christensen und NiP teilweise gelohnt. Ohne viel Schnick-Schnack, aber dafür mit performanter und robuster Technik konnte der Nager aus dem Hause Xtrfy punkten. Bei der Materialwahl und Verarbeitung hat sich der schwedische Hersteller nicht lumpen lassen, das macht sich beim Benutzen natürlich bemerkbar. Was uns nicht gefallen hat, ist die Tatsache, dass Xtrfy zwar durchaus solide, dafür aber auch alte Technik eingesetzt hat. Hier bekommt man bei anderen Herstellern wesentlich aktuellere Technik für den gleichen Preis. Außerdem wurde auf den Komfort verzichtet, erweiterte Einstellungen vorzunehmen oder die Maus per zusätzlicher Software zu optimieren.

Für die XG-M3 und das XG-B1 sprechen die saubere Verarbeitung, die den Geräten eine gewisse Wertigkeit gibt. Außerdem ist die Maus vor allem für Nutzer mit großen Händen sehr gut zu Greifen und bietet in Verbindung mit der zusätzlichen Beschichtung eine angenehme Haptik. Das schlichte und durchdachte Design der Maus und des Bungees sorgt dafür, dass sich die Geräte gut auf den Schreibtisch präsentieren können.

Gegen die XG-M3 und das XG-B1 sprechen die magere Ausstattung und fehlende Personalisierungsmöglichkeiten. Bei Preisen von 74,90 Euro und 49,90 Euro ist auch das Zubehör äußerst knapp bemessen. Ebenfalls ein Dorn im Auge ist die bereits erwähnte Tatsache, dass Xtrfy hier auf relativ alte Sensor-Technik setzt. Einstellungsmöglichkeiten sowie zusätzliche Software, die bei Oberklasse-Geräte eigentlich obligatorisch sein sollten, sucht man vergebens. Die Beleuchtung beider getesteten Geräte lassen sich zusätzlich weder verändern, noch komplett ausschalten. Dass das Maus-Bungee neben dem Halten des Maus-Kabels und dem Anschließen von vier USB-Geräte kein weitereren praktischen Nutzen zu bieten hat, lässt bei dem angesetzten Preis einen wirklichen Kaufgrund nur schwer erschließen.

Kurz und Bündig lässt sich sagen, dass Xtrfy mit seinen neuen Produkten zwar einen berechtigten Nachfolger der M2 auf den Markt bringt, welcher allerdings mit veralteter Technik aufwartet. Dass Erfahrung von professionellen Spielern in der HeatoN-Maus steckt, kann durchaus an der Zuverlässigkeit und der soliden Performance festgemacht werden - jedoch zu Lasten der Individualisierung für den Käufer. Sowohl die M3, als auch das B1-Maus-Bungee sind im freien Handel verfügbar, unter anderem bei Caseking.

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Ilias

Datum:
23.11.2016 | 18:11 Uhr
Rubrik:
Eingabegeräte
Tags:
B1 Bungee Gaming-Maus HeatoN M3 maus Maus-Bungee Review test usb Usb-Hub Xtrfy

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