Test: Aerocool P7-C1 Tempered Glass Edition Gehäuse im Test

Aerocool ist seit vielen Jahren mit Gehäusen im entsprechenden, hart umkämpften Markt präsent. Wer allerdings die Szene seit einiger Zeit verfolgt, der merkt, dass auch Aerocool mit dem Trend geht und neben den altbekannten, auffälligen Modellen nun auch dezentere Gehäuse führt. Das soll allerdings nicht heißen, dass beispielsweise das P7-C1 mit einer umlaufenden Frontbeleuchtung und Echtlgas-Seitenteil weniger Blicke auf sich zieht. Ob das Modell neben der markanten Optik auch mit Funktionalität und Ausstattung punkten kann, erfahrt ihr im Test.


Wer bei der Gehäusesuche nichts von Aerocool gesehen hat, dürfte wohl nicht richtig geschaut haben. Denn der Hersteller führt mit etlichen Modellen in zahlreichen Variationen Gehäuse, die insbesondere in der letzten Zeit wohl unterschiedlicher nicht sein können. Dabei war das Unternehmen in der Vergangenheit mehr für Gehäuse mit ausladenden Plastikanbauten bekannt. Was sich in den letzten Jahren bei Aerocool allerdings abzeichnet, ist ein Schwenk hin zu edleren, dezenteren Gehäuse-Designs, was auch der Käuferschaft durchaus gefällt. Denn der Trend ist unübersehbar: Zeitloses Design, Echtglas sowie Beleuchtung stehen hoch im Kurs. Mit dem P7-C1 bringt der Hersteller ein Produkt aus der im Rahmen der Computex vorgestellten Project 7-Serie auf dem Markt. Das Gehäuse soll hohen Ansprüchen der Käufer gerecht werden und mit einem futuristischen, intelligenten Design daherkommen. Einige Kanten sowie die beiden Standkufen lassen das Gehäuse mit der umlaufend und in acht Farben leuchtenden Frontpartie aus der Masse herausstechen.


Dass Optik allerdings nicht alles ist, haben auch die Hersteller längst erkannt. Grund genug also, das Aerocool P7-C1 einem Test zu unterziehen und gehörig auf den Zahn zu fühlen. Ob das Modell mehr Ecken und Kanten als das Design vorweist und was Käufer beim Gehäuse erwarten können, klärt unser Test.

Lieferumfang und technische Details

Das P7-C1 lässt Aerocool in einer farbig bedruckten Verpackung ausliefern. Neben Impressionen zum Gehäuse lassen sich wie immer auch die Schlüsselspezifikationen daraus entnehmen. Zur Transportsicherung des Gehäuses gibt es keine Beantstandungen, hier kommt die bei Glasgehäusen übliche Mischung aus weichem Schaumstoff und Folien zum Einsatz.

Die technischen Daten des P7-C1 lassen auf ein etwas besser ausgestattetes Gehäuse schließen, das moderne Hardware ohne Probleme aufnimmt. So können Hauptplatinen bis hin zum ATX-Format und dazu passende Stromspender mit einer Tiefe von bis zu 22 Zentimetern verbaut werden. Für Grafikkarten stehen indes absolut ausreichende 37,5 Zentimeter bereit. Falls mehr Raum für den Pixelschubser benötigt wird: Es lässt sich ein Festplattenkäfig entfernen sodass gar 40 Zentimeter frei werden. Beim Prozessorkühler müssen Interessierte näher hinsehen. Zwar reichen 16,5 Zentimeter für das Groß aller Modelle aus, vereinzelt könnten manche Kühler allerdings zu Problemen führen. 

Technische Daten
HerstellerAerocool
NameP7-C1 Tempered Glass Edition
TypMidi-Tower
FormfaktorATX, Micro-ATX, Mini-ITX
Laufwerke4x 2,5", 2x 3,5"
Material/StärkeStahl / 0 mm
Farbeschwarz/weiß
Maße (B×H×T)245x550x446mm
Gewicht6.8kg
Lüfter1
Frontanschlüsse2x USB 3.0, 2x USB 2.0, SD-Card-Reader, Mikrofon, Kopfhörer
Platz für Grafikkarten37.5cm
Platz für CPU-Kühler16.5cm
Erweiterungsslots7
Preis-
Lieferumfang
Schraubenset, Lüfterplatine, LED-Strip, Anleitung, Klett-Kabelbinder,

Hervorzuheben ist bei der Vorstellung der Ausstattung auch das Anschluss-Terminal an der vorderen Oberseite. Ein Paar aus USB 2.0- sowie 3.0-Steckplätzen sind wie auch ein SD-Cardreader integriert worden. Darüberhinaus finden sich an gleicher Stelle die Kopfhörer- und Audiobuchse sowie ein Powerbutton und zwei Schalter zur Steuerung der LED-Beleuchtung.

Der Lieferumfang fällt durchaus großzügig aus. Denn Aerocool lässt nicht nur den obligatorischen Satz Schrauben mitliefern, sondern auch wiederverwendbare Klett-Kabelbinder und eine Lüfterplatine, auf der sich sämtliche Rotoren anschließen lassen. Zum angepriesenen Feature-Umfang hinsichtlich der Beleuchtung sehen wir die Multi-Color-LED-Kette, die sich magnetisch am Korpus befestigen lässt. Eine Anleitung findet sich ebenfalls in der Gehäuse-Verpackung.

Erscheinungsbild

Dass die Design-Frage eine absolut subjektive Angelegenheit ist, scheint wohl jedem klar zu sein. Doch in unseren Augen bringt Aerocool mit dem P7-C1 in der Tempered Glass Edition vieles auf den richtigen Nenner und zeigt mit dem Gehäuse eindrucksvoll, was man selbst unter futuristisch und edel versteht. Die Front ist dabei hexagonal geformt, was auch die Deckel- und Bodenpartie nicht ausschließt. Dadurch entsteht ein Übergang, der das Konzept stimmig erscheinen lässt. Einen extrem markanten Akzent setzt man an dieser Stelle mit einer Beleuchtung, die die luftdurchlässige Mesh-Einlage an der Vorderseite umläuft und vom Nutzer individuell gestaltet werden kann.

Viel Schein ist das Ganze allerdings doch, denn die Materialwahl dämpft die Euphorie über das Design. Aerocool setzt bei den Anbauteilen des Korpus auf weißen Kunststoff, der die Meshpartie, den Deckel sowie die komplette Unterseite inklusive den Standkufen einnimmt. Der verwendete Werksstoff könnte und sollte unserer Meinung nach solider gefertigt sein, um dem Design-Anspruch und der allgemeinen Formsprache gerecht zu werden. Schließlich wird beim Anblick eines wohlgeformten Gehäuses auch eine gewisse Erwartung an die Verarbeitung erweckt.

Die soeben erwähnte, aus Kunststoff gefertigte Deckelpartie beginnt vorne mit dem Anschluss-Terminal und wird mit einem zusätzlichen Klavierlack-Streifen unterlegt. Dem Nutzer stehen so zahlreiche Anschlussmöglichkeiten bereit. Die jeweils zwei USB-3.0 und 2.0-Anschlüsse, der Card-Reader sowie das Paar Audio-Buchsen und ein Power- und Reset-Taster sind prominent platziert. Letztere sind mittig angeordnet und lassen sich aufgrund der identischen Größe und ähnlichem Design leider ohne Weiteres verwechseln. Links daneben, etwas unscheinbarer, hat Aerocool die Beleuchtungs-Taster untergebracht. Mithilfe der beiden Knöpfe kann der Nutzer sowohl die Farbe, als auch den Beleuchtungsmodus ändern. Mit Weiß, Cyan, Blau, Lila, Rot, Orange, Gelb, Grün und einer Multi-Color-Funktion stehen so acht Farben zur Auswahl. Diese können dann statisch, atmend, pulsierend oder komplett ausgestellt werden. In den Rest des Deckels integriert Aerocool Öffnungen mit einer Mesh-Applikation, um die darunter liegenden Lüfter atmen zu lassen. 

Kritisiert wird bei Gehäusen mit Echtglas-Seitenteilen, dass auch die rechte Seite oftmals mit dem hochwertigen Material ausgestattet ist und dadurch den Blick auf die verlegten Kabel gewährt. Glücklicherweise setzt Aerocool auf ein herkömmliches, geschlossenes Seitenteil aus Stahl und unterbindet so unschöne Blicke auf die entsprechende Partie. Ganz anders die linke Seite, was offensichtlich so gewollt ist: Das P7-C1 verfügt über ein Anbauteil, das komplett aus gehärtetem Echtglas gefertigt ist. Die verbaute Hardware kann so voll zur Schau gestellt werden. Zur Fixierung des linken Seitenteils dienen vier Alu-Schrauben, die für eine werkzeuglose Demontage vorgesehen sind.

Unspektakulärer zeigt sich die Rückseite, die dem gängigen Standard-Format entspricht. Das Netzteil sowie die Hautplatine finden ihren gewohnten Platz, die zugehörigen Erweiterungskarten wie beispielsweise Grafikkarten ebenfalls. Zur rückwärtigen Ventilation lässt sich ein maximal 120-Millimeter großer Lüfter verbauen. Die anfangs angesprochene hexagonale Design-Form wird auch beim Anblick der Rückseite ersichtlich. Ober- und Unerhalb des Grundgerüstes ragen die entsprechend geformten Anbauteile aus Kunststoff heraus.

Damit das Eck auf der Unterseite nicht den Boden berührt, steht das P7-C1 auf zwei Kunststoff-Kufen. Selbige sind gummiert und entkoppeln das Konstrukt von der Standfläche - und sorgen für einen rutschfesten Stand. Die Unterseite ist abermals von Kunststoff ausgekleidet und der dort vorzufindende Staubfilter ist eher schlecht als recht umgesetzt worden: Er ist nur umständlich erreichbar und erweckt einen kaum zweckdienlichen Eindruck.

Die Eingangs angesprochenen Standkufen sind recht fragil geraten und lassen sich ohne großen Kraftaufwand biegen. Sicherlich ist dies zu einem gewissen Grad beabsichtigt, da schließlich Erschütterungen abgefangen werden sollen. Allzu oft sollte das Gehäuse allerdings nicht umhergetragen und abgesetzt werden. Wer beim Absetzen nämlich nicht mit einer gewissen Vorsicht herangeht, dürfte die recht dünnen Schraubverbindungen zwischen Kufe und Kunststoffbodenstück zu brechen bringen.

Innenaufbau

Die Innenaufbauten von modernen Gehäusen unterscheiden sich selbst herstellerübergreifend geringfügig. Auch bei Aerocool geht man keine großen Experimente ein und bringt so bewährte Ideen in das P7-C1. So ist der Innenraum getrennt aufgebaut, um unter anderem das Netzteil mit den ausgehenden Kabeln und Datenträgern vor Blicken durch das großflächige Glas-Seitenteil zu verstecken. Dementsprechend ist auch klar, worauf Nutzer verzichten müssen: Optische Laufwerke und andere 5,25-Zoll-Hardware kann man in das P7-C1 nicht verbauen. Stattdessen stehen dem Nutzer Möglichkeiten zur Installation von drei Lüftern oder einem entsprechend großen Radiator bereit. Letzterer darf inklusive Rotoren eine Tiefe von sechs Zentimetern nicht überschreiten, da sonst Platzprobleme mit dem Zwischenboden entstehen. Glücklicherweise wird die eingezogene Luft durch einen an der Front verfügbaren, eingehängten Staubfilter gereinigt. Das größtmögliche, unterstützte Lüfterformat an der Front sind 140-Millimeter, was dem guten Durchschnitt entspricht.

Solid State Drives gelten in manchem System als Design-Objekte, die mitunter optisch einiges hermachen. Wer das genauso sieht, kann die entsprechende Hardware auf dem Zwischenboden prominent platzieren und so zur Schau stellen. Eine Rändelschraube hält die Datenträger an der vorgesehenen Stelle. Ebenfalls werden die Erweiterungskarten mit normalen Kreuzschlitzschrauben fixiert. Wer außerdem erstmals eine Grafikkarte einbauen möchte, muss die entsprechenden Blenden herausbrechen - in unseren Augen ein absolutes Unding in dieser Preisklasse.

Wie erwartet bringt Aerocool die Anbauteile aus Kunstoff mit Plastik-Clips am Korpus an. Eine Entnahme entsprechnder Partien gestaltet sich so unproblematisch. So kann der Einbau der Hardware noch bequemer vonstatten gehen. Erwartungsgerecht fällt die Materialstärke beim Abziehen selbiger erneut negativ auf. 

Am Deckel, der über keinen Staubfilter verfügt, lassen sich zwei Lüfter verbauen. Als Höchstmaß dienen hier 120 Millimeter, sodass AiO-Wasserkühlungs-Lösungen diverser Hersteller mit Standardausmaßen keine Kompatiblitätsprobleme darstellen. Wir messen sechs Zentimeter Freiraum. Unter Umständen dürften sogar Wärmetauscher für Eigenbau-Wasserkühlungen im Slim-Format unterzubringen sein.

Enger geht es hinter der rechten Seitenwand zu. Zwei 2,5-Zoll-Datenträger lassen sich links auf zwei Montageplatten verschrauben und senkrecht verbauen. Daneben verläuft eine Kabeldurchreiche, weshalb ein sauberes Kabel-Management angeraten ist. Abhilfe schafft immerhin die abgetrennte Netzteilkammer. Zu lange Kabel und ungenutzte Stränge können dort verstaut werden. Wer Datenträger nutzt, sollte hier jedoch etwas Platz für die beiden 3,5-Zoll-Einschübe freilassen.

Der Käfig für Festplatten ist modular gestaltet und fasst Datenträger in entkoppelten Laufwerksschubladen, die einen werkzeuglosen Einbau erlauben. Natürlich muss auch noch ausreichend Platz für ein Netzteil eingeplant werden. Im Normalfall stehen 20,5 Zentimeter zur Verfügung. Das vorhandene Platzangebot in dieser Hinsicht lässt sich durch die Demontage des 3,5-Zoll-Laufwerkskäfigs ausbauen. Der Stromspender wird vom Boden entkoppelt auf vier Gummipuffern aufgelegt und simpel über die Rückseite verschraubt.

Erwähnenswert ist der große Ausschnitt im Mainboard-Tray. Bei Bedarf ist es so kein Problem den Prozessorkühler mit eingebautem Mainboard zu wechseln. Nicht zu vergessen ist, dass dem P7-C1 werksseitig lediglich ein Lüfter spendiert wurde. Das reicht für aktuelle, effiziente Hardware zusammen mit dem Lüfter des Prozessorkühlers durchaus. Allerdings wäre es ratsam, für eine leistungsfähigere Belüftung in einem Spielerechner zu sorgen. Aerocool versäumt es leider,  dem Lieferumfang weitere Lüfter beizulegen.

Aufgefallen ist uns abermals eine geringere Materialstärke, die in diesem Fall mit etwa 0,6 Millimetern das Stahl-Seitenteil betrifft. Es ist ohne Weiteres mit einer Hand und einem entsprechend geringen Kraftaufwand zu biegen.

Praxistest

Wir haben das P7-C1 von Aerocool auf den Tisch gestellt und unsere Test-Hardware einziehen lassen. Dabei nimmt die Netzteil- und Datenträgerkammer alle Kabel ohne Weiteres auf, was sich auch sehen lassen kann. Die soeben erwähnten Einwände bezüglich des Kabelmanagements stellen sich dabei als unbegründet heraus. Die Kabel für die Stromversorgung der Hardware konnten problemlos verlegt werden, das Seitenteil schloss dabei ohne Gegendruck ab. 

Hinsichtlich der Temperaturen wird bei einem einzigen, werksseitig angebrachten Lüfter klar, dass keine Bestwerte zu erreichen sind. Speziell Gaming-Hardware, die den Innenraum mit entsprechender Abwärme belastet, will adäquat gekühlt werden. Dies gelingt dem P7-C1 nur bedingt, wie unsere Testwerte verdeutlichen.

Demnach reicht ein einziger Lüfter gerade so aus, um sowohl den Prozessor, als auch die Grafikkarte unter Volllast ausreichend zu kühlen. Große Abhilfe dürfte mit Sicherheit ein Lüfter im Deckel schaffen - so wäre eine zügigere Abführung der teils sehr heißen Abluft möglich. Das Grundproblem ist allerdings als solches nicht kompliziert: Der Nutzer kann einfach weitere Rotoren nachrüsten und sollte dies beim Kauf des Gehäuses auch in die Anschaffungskosten mit einplanen.

Besonders schön ist ein Detail: Der beigelegte LED-Streifen wird nicht geklebt, sondern magnetisch am Gehäuse fixiert. Das macht die (Beleuchtungs-)Gestaltung flexibler für den Nutzer. Leider wurde das Konzept mit der Illumination des Innenraums nicht zu Ende gedacht. Schöner wäre ein dezenteres, indirektes Licht, was die Hardware noch besser zur Geltung kommen lässt. Machbar ist dies nur umständlich: Das mitgelieferte LED-Band verfügt über relativ schwache Magnete - folglich kann der Strip nicht am Deckel fixiert werden. Die Erweiterungsmöglichkeit der Beleuchtung ist hier gefragt. Immerhin kann der Nutzer so weitere LED-Streifen anschließen.

Fazit

In diesem Punkt ist es Zeit, das designträchtige P7-C1 abschließend zu beurteilen. Keine Frage besteht bei der Interpretation eines schönen, auffälligen Midi-Towers im Hinblick auf den Geschmack des Herstellers. Dieser dürfte nämlich den Nerv vieler Käufer getroffen haben. Vielmehr müssen Details betrachtet werden, die Kenner direkt ausmachen können: Aerocool setzt auf reichlich Kunststoff und eine durchschnittliche Materialstärke beim Stahlseitenteil. Das Gehäuse vermittelt gerade deshalb Zwischenzeitlich den Eindruck eines wesentlich günstigeren Modells. Der Innenaufbau ist hingegen zeitgemäß und deckt alle normalen Bedürfnisse ab.

On top gibt es beim Gehäuse ein Echtglas-Seitenteil, Card-Reader, eine Lüfterplatine sowie eine Multicolor-LED-Beleuchtung, die das Gehäuse auszeichnet. Mit dem P7-C1 bringt Aerocool eine gelungene Erweiterung des bereits breit aufgestellten Produktsortiments zu einem Preis, den sicherlich auch einige Käufer zu zahlen bereit sind. Kritikpunkte, die die Materialwahl und Stärke sowie die herausbrechbaren PCI-Blenden betreffen können verschmerzt werden, wenn das Design ein übergeordnetes Kaufargument darstellt. Unserer Meinung nach dürfte das P7 C1 gerne etwas mehr kosten, wenn im Gegenzug die generelle Verarbeitungsqualität - Stichwort Materialstärke - zufriedenstellend gewesen wäre. 

Für das P7-C1 spricht das gelungene Design. Das Echtglas-Seitenteil setzt dem Ganzen zusammen mit der einstellbaren LED-Beleuchtung das I-Tüpfelchen. Hinzu kommt die Funktionalität als gut ausgestattetes Gehäuse im Hinblick auf die Anschlussvielfalt: Am Frontpanel lässt sich nämlich nicht nur die Beleuchtung verstellen, das Gehäuse einschalten oder resetten, sondern auch bis zu vier USB-Geräte anschließen und SD-Karten einstecken. Dass sich der Hersteller auch bei Detaillösungen wie der magnetischen LED-Leiste Gedanken gemacht hat, ist ebenfalls positiv hervorzuheben. Erwähnenswert ist zudem, dass eine gut geplante Wasserkühlung oder zumindest Lösungen der diversen Hersteller keine Probleme für das P7-C1 darstellen. Kabelmuffel dürften sich außerdem über die Netzteilabdeckung freuen. Werkzeuglos gestaltet sich auch der entkoppelte Einbau von 3,5-Zoll-Festplatten in die Laufwerksschubladen im unteren Teil des Gehäuses.

Gegen das P7-C1 sprechen zunächst die herausbrechbaren PCI-Blenden, die in der Preisklasse von rund 100 Euro ein Unding sind und eigentlich nur bei Gehäusen von unter 50 Euro Standard sind. Darüber hinaus verbaut Aerocool lediglich einen Lüfter. Ein weiteres, wenn auch günstigeres Modell wäre Out-of-the-Box gerne im Deckel gesehen - schließlich kann das Gehäuse leistungsfähige Hardware mit entsprechenden Kühllösungen aufnehmen. Der hohe Kunststoff-Anteil ist auch ein Negativpunkt, welcher jedoch relativiert werden will. Baubedingt lässt sich eine Form der Anbauteile wie beim P7-C1 relativ schwer mit anderen, hochwertigeren Materialien realisieren. Die Staubfilter sind ein weiterer Punkt, der Nutzern negativ aufstoßen könnte: Selbige sind teils schwer erreichbar, nicht gut umgesetzt oder fehlen komplett, wie etwa am Deckel.

Mit knapp unter 100 Euro (Stand 12/2016) ist Aerocools P7-C1 mit dem ikonischen, hexagonalen Front-Design, der Multicolor-Beleuchtung sowie dem Echtglas-Seitenteil ein absoluter Hingucker, der für viele Käufer erschwinglich ist. Im entsprechenden Preisbereich drängen sich allerdings viele Modelle der Konkurrenz, die mit Einverständnis nicht diese Ausstattungsvielfalt, aber die klar bessere Verarbeitungsqualität mitbringen. 

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