Test: PowerColor Radeon RX 570 Red Devil im Test

AMDs RX 500-Serie ist da, um die RX 400-Ableger zu beerben und frischen Wind in die GPU-Mittelklasse zu bringen. Die Unterschiede zum Vorgänger fallen mit leicht erhöhten Taktraten und leicht optimierter Spannungsversorgung marginal aus. Ob das auch bei der RX 570 genug ist, um zu überzeugen wird unser Test der PowerColor RX 570 Red Devil klären.


AMD hat die neuen, hochnummerierten RX 500-Ableger gegen Nvidias GTX 1060 positioniert und will mit entsprechenden Modellen die Mitteklasse adressieren. Mit leicht erhöhten Taktraten sowie einer optimierten Spannungsversorgung handelt es sich bei den kürzlich veröffentlichten Modellen jedoch um alte Bekannte. Basierend auf der RX 400-Baureihe ist die RX 570 also ein Refresh der älteren RX 470, kommt also mit den bekannten architektonischen Merkmalen daher. Ob der Griff zur neuen RX 570 lohnt, klären wir im Test anhand PowerColors RX 570 Red Devil.

Standardmäßig verfügt die RX 570 über eine TDP von 150 Watt. Unter der Haube werkeln 2.048 Shader-Einheiten, der Chip taktet mit 1.320 Megahertz, was gerade mal ein Taktplus von 50 Megahertz gegenüber der damals veröffentlichten RX 470 Red Devil entspricht. PowerColor wählt mit der neuen RX 570 Red Devil in Sachen Kühlung den Weg durch die Wand: Mit einem Trio aus Lüftern und einem massiven Kühlkonstrukt erhofft man sich niedrige Temperaturen und eine geringe Geräuschemission. Kein Vergleich also zur RX 470 des Herstellers, welche damals deutlich zurückhaltender daherkam.

So gesehen sitzt auf dem PCB der RX 570 Red Devil ein Dual-Slot-Kühler, der die Karte mit einer Länge von 310 Millimeter sowie einer Höhe von 128 Millimetern voluminös erscheinen lässt. Mit der marginal höheren Taktrate erscheint das Kühlkonstrukt auf der sparsamen und nicht ans Limit übertakteten Mittelklassekarte überdimensioniert.

Was man der RX 570 Red Devil allerdings lassen muss: Die Verarbeitungsqualität ist gut, die Backplate verleiht dem PCB die zusätzliche Stabilität - immerhin bringt das PowerColor-Modell fast ein Kilogramm auf die Waage. Die drei Lüfter schalten sich im Leerlauf aus und machen sich erst unter Last bei entsprechend höheren Temperaturen bemerkbar.

Die Speichergeschwindigkeit bleibt mit den standardmäßigen 7.000 Megahertz unangetastatet. Der Speicher ist mit 4 Gigabyte des Typs GDDR5 guter Standard für eine RX 570. Der direkte (Preis-)Kontrahent in Form der GTX 1060 von Nvidia kommt in der abgespeckten Variante mit lediglich 3 Gigabyte GDDR5-Speicher daher.

Bekanntermaßen gibt es zahlreiche Herangehensweisen, wie eine Grafikkarte gestaltet werden kann. Das beweisen immerhin die Boardpartner mit ihren Modellen in diversen Ausführungen. Selbst im eigenen Hause ist das auch der Fall wie PowerColors Red Dragon-Ableger zeigt. Selbiger verfügt zwar nicht über ganz so hohe Taktraten wie das vorliegende Testmuster, ist aber wesentlich kompakter gebaut und findet auch in kleineren Gehäusen seinen Platz.

PowerColor verzichtet auf RGB-Schnörkel und stattet die RX 570 Red Devil mit einer einfarbigen, roten Beleuchtung aus, die während des Betriebs Akzente setzt. Die Stromversorgung stellt PowerColor durch einen 8-Pin-Konnektor sicher. Theoretisch ist dadurch eine Leistungsaufnahme von bis zu 225 Watt drin. Das ist mehr als genug, selbst wenn die Taktraten noch höher ausfallen würden.

Alles in allem klingt das Ganze gut, wenn da nicht der Preis wäre. Das plagt nicht nur PowerColor, sondern AMD selbst: Denn die RX 500-Serie soll mit einigen Optimierungen auf sich Aufmerksam machen und das neueste Produkt darstellen. Logisch betrachtet ist das der Fall, rein rational aber positioniert sich das Modell genau im Feld der RX 480 mit 4 Gigabyte. Letztere ist einfach schneller, womit die RX 570 am Ende doch nicht auf ganzer Linie gefallen könnte. Die Preispolitik liegt allerdings nicht in PowerColors Hand, sondern ergibt sich mit der Zeit. Schließlich handelt es sich bei der RX 480 4GB um ein Auslaufmodell, das es demnächst nicht mehr geben wird.

Anschlussseitig stehen mit einem HDMI-, drei DisplayPort- und einem Dual-Link DVI-Konnektor genug Anschlussmöglichkeiten für moderne Monitore bereit. Im Folgenden liefern unsere Messergebnisse einen Eindruck über die Leistungsfähigkeit der RX 570 Red Devil von PowerColor.


Inhaltsverzeichnis

  1. PowerColor Radeon RX 570 Red Devil im Test
  2. 3DMark Fire Strike
  3. 3DMark Time Spy
  4. VRMark
  5. Deus Ex: Mankind Divided
  6. DOOM
  7. Gears of War 4
  8. Hitman
  9. Rise of the Tomb Raider
  10. Total War: Warhammer
  11. Stromaufnahme, Temperatur und Lautstärke
  12. Overclocking
  13. Fazit

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