Test: Gigabyte Aorus Z270X-Gaming 7 im Test

Mittlerweile sind bereits einige Mainboards mit dem neuen Z270-Chipsatz auf dem Markt erhältlich. Nun kommt Konkurrenz aus dem Hause Gigabyte mit dem Modell Aorus Z270X-Gaming 7. Große Kühlkörper und viel Beleuchtung zieren die Platine. Doch wie schaut es mit der Ausstattung aus und wie gut lässt sich die CPU übertakten? Wir haben dem Board auf den Zahn gefühlt und berichten für euch in unserem Test.


Bereits kurz nach dem Launch von Kaby Lake haben andere große Hersteller wie Asus und MSI ihre Mainstream-Mainboards mit Z270 Chipsatz auf den Markt gebracht. Mit leichter Verspätung tritt nun auch Gigabyte ins Rampenlicht. Das neueste Modell hört auf den Namen Aorus Z270X-Gaming 7. Doch auf dem gezeigten Bild ist kein einziger „Gigabyte“-Schriftzug erkennbar, könnten jetzt einige Leser argumentieren. Stattdessen werden die üppigen Kühlkörper mit „Aorus“ geschmückt. Was bedeutet das nun ? Aorus fungiert sonst überwiegend als Lieferant für besonders kleine Gaming-Notebooks und ist eine Tochtergesellschaft, die komplett zu Gigabyte gehört. Vergleichen kann man das gut mit der „ROG“-Serie von Asus. In Zukunft will Gigabyte alle Premium-Mainboards unter dem Namen „Aorus“ auf den Markt bringen, um den qualitativen Unterschied zu der Standardserie zu verdeutlichen.


Der Grundaufbau wurde größtenteils vom Vorgänger Z170X-Gaming 7 übernommen und mit einem frischeren Design versehen. LEDs sindh jetzt buchstäblich überall verteilt: In den RAM-Bänken, an den PCI-Slots, an den Kühlkörpern und auch neben der 24-poligen Steckbuchse. Dort sind diese aber des Kontrastes wegen als Muster ausgeführt. Wie man erwarten würde, sind die RGB-LEDs nahezu unbegrenzt einstellbar.


Technischen nutzen bringen aber eher die 11 Phasen der CPU-Spannungsversorgung. Dazu passend ist um den CPU Sockel genug Platz gelassen worden, um auch große Luftkühler einfach Montieren zu können. Leicht erreichbar neben den RAM-Bänken angebracht sind die Buttons für das Einschalten und Resetten. Natürlich darf bei einem aktuellen Board dieser Klasse der „Clear CMOS“-Knopf ebenfalls nicht fehlen. Für die erleichterte Fehlersuche oder das Extrem-Übertakten sind außerdem noch Messpunkte für ein Multimeter angebracht worden. Wahlweise könnte man auch eine externe Überwachung damit realisieren, aber die Erklärungen dazu würden hier den Rahmen sprengen.


In Sachen Anschlussmöglichkeiten lässt sich Gigabyte nichts vormachen. Auf der Rückseite finden sich, angesteuert von einem Intel Thunderbolt 3 Controller, jeweils ein USB 3.1 Gen 2 Typ A und Typ C Anschluss, sowie vier USB 3.1 Ports, welche von einem Realtek-Chip gesteuert werden. Wer großen Wert auf Highspeed-USB legt, für den ist das Board wie gemacht. Wünschenswert wäre aber deutlich weniger Text auf der Platine, damit das Design eleganter wirkt.


M.2 Ports, die über PCIe x4 angeschlossen sind, gehören mittlerweile schon zum Standard. Gigabyte aber trumpft auch hier auf und bietet dem Benutzer die Möglichkeit für satte drei NVMe-SSDs. Sechs Lüfteranschlüsse, davon zwei für Wasserkühlung dediziert, bieten reichlich „Luft“ für Kühlmöglichkeiten. Nahegelegen findet sich noch ein Anschluss für ein externes RGB-LED Band. Unterhalb der PCI Slots findet man ein Trio von unüblichen Schaltern. Einer dient zur Audioverstärkung, die anderen Beiden haben die Aufgabe, zwischen den BIOS-Systemen hin- und herzuschalten.


Auch für die GPU wurde ausreichend vorgesorgt: Drei PCIe Slots stehen insgesamt zur Verfügung. Wie auch schon bei vergleichbaren Modellen sind diese in Metall eingefasst. Eine Karte läuft so im x16 Modus, zwei Karten in x8 / x8 und drei Karten in x8 / x8 / x4 Modus. Letzteres gilt allerdings nur für AMD Karten, da Nvidia ja seit Pascal nur noch 2 Way-SLI (theoretisch aber vier GPUs) unterstützt. Eine Zertifizierung für SLI und Crossfire hat das Board aber trotzdem bekommen. Den dritten Steckplatz können Nvidia-Benutzer ja gegebenenfalls für eine PCIe-SSD benutzen, die bei x4 auch sinnvoller ist als eine weitere Grafikkarte.


Bei so vielen Anschlussmöglichkeiten sollte man sich aber im Vorfeld überlegen, ob man tatsächlich so viel benötigt und ob man auch alle belegen möchte. In diesem Fall nämlich würde man seine Hardware gezielt ausbremsen, da die CPU nur über eine begrenzte Anzahl an Lanes verfügt. Was bietet das Board sonst noch? Die günstigeren Mainboards setzen Audio-technisch auf den ALC 1220 Codec. Gigabyte setzt allerdings auf den Creative Sound Core 3D Chip und einen austauschbaren Burr Brown OP2134 Operationsverstärker. Auf dem Papier klingt das Audio-Subsystem hervorragend.


Auffällig auf der Rückseite sind die zwei RJ45 Buchsen. Hier wurde einmal ein Modell von Intel verbaut, die andere kommt aus dem Hause Rivet Networks und nennt sich „Killer 2500“. Es gibt aber keinen erkennbaren Grund für zwei Netzwerkanschlüsse, da sich hierdurch die Internetgeschwindigkeit (besonders der Download) nicht beschleunigen lässt. Auch am Bios hat man Hand angelegt. Es wurde verglichen mit dem Vorgänger nochmal vereinfacht und die Grafiken aufgehübscht. Vor allem die Lüftersteuerung ist viel kompakter und intuitiver geworden was auch für viele Alltagsanwender von Vorteil ist.


Inhaltsverzeichnis

  1. Gigabyte Aorus Z270X-Gaming 7 im Test
  2. Prozessorleistung
  3. Arbeitsspeicherleistung
  4. Spieleleistung
  5. Leistungsaufnahme und Temperaturen
  6. Datenträgerleistung
  7. Overclocking
  8. Fazit

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