Test: be quiet! Pure Power 10 600W im Test

Wer einen Computer in egal welcher Form bauen möchte, braucht dazu natürlich ein passendes Netzteil. Diese gibt es in unterschiedlichsten Designs, Ausstattungenformen und Qualitäten. Letzteres ist und war bei den Stromversorgern von be quiet! ein großer Pluspunkt. Entsprechend hoch sitzt die Messlatte für das neue Pure Power 10, das die neue Einstiegs-, respektive Mittelklasse des deutschen Herstellers darstellt.


 

 

 

 

 

 

Als Spezialist für Kühllösungen, Gehäuse und natürlich Netzteile schon seit geraumer Zeit bekannt, bringt be quiet! nun eine neue Serie vonStromspendern auf den Markt - Die Pure Power 10 Serie. Die vorhandene Produktpalette von be quiet! untergliedert sich in insgesamt sieben Kategorien- Dark Power Pro, Straight Power, Power Zone, Pure Power, System Power, SFX Power und TFX Power. Da bleibt es nicht aus, dass sich einige Features überschneiden, besonders bei den ersten fünf, die alle den ATX-Formfaktor aufweisen.


Das richtige Netzteil auswählen gehört zur Königsklasse beim Zusammenstellen des PC's. Denn man möchte natürlich seine teure Hardware nicht durch ein billiges Netzteil unnötig gefährden. Auch darf die Stromversorgung nicht zu schwach sein, wählt man die Wattage zu hoch aus, wird es weniger effizient. 
Das Pure Power 10 erscheint hierzu in zwei Varianten: Zum Einen mit fest montierten Kabeln, zum Anderen Semi-Modular. Bei 300W-700W, respektive 400W-700W ist für fast jeden Kunden das passende Modell dabei.


Wenn man sich die Tabelle genauer anschaut fällt auf, dass die Preise circa 15 Prozent über denen der auslaufenden Pure Power 9 Serie liegen. In unserem Test fühlen wir dem Pure Power 10 600W (BN 278) auf den Zahn. Nebenbei sei noch erwähnt, dass die 300W und die 350W Modelle mit fest montiertem Kabelsatz eine 80 PLUS Bronze-Zertifizierung aufweisen, alle anderen erhielten das 80 PLUS Silber-Zertifikat.
Äußerlich bleibt das Netzteil nahezu unverändert. Zur Kühlung der Komponenten kommt ein 120mm Lüfter zum Einsatz, der bei voller Drehzahl bis zu 52CFM oder rund 88 m³/h fördert. Während des normalen Betriebes schaltet sich der Lüfter zwar nicht ganz ab, bleibt aber dennoch sehr leise. Schneller als 500 rpm, welche er bei 300W Last erreicht, dreht er aber nie. Mit unserem Testsystem, bestehend aus einem Intel Core i7-6700K und einer Titan X, ist das be quiet! Pure Power 10 also weitestgehend unterfordert.
Das Design bleibt wie bei be quiet! üblich bei einem matt gestrichenen Gehäuse, der unter dem eingelassenen Gitter einen 120mm Lüfter mit orangefarbenen Akzenten beinhaltet. Die Verarbeitungsqualität ist sehr solide. Das Kabel mit dem 12V P8-Stecker (oder 2x P4) ist 600mm lang, das 24polige ATX Kabel misst 550mm. Alle Kabel wurden in einem dezenten Schwarzton gehalten, wobei die dickeren Stränge (PCI-Express, 24-Pin, 2x4-Pin) ummantelt sind.


Die übrigen Kabel sind flach und passen zum Schwarz der Anderen. Außerdem enthalten sind zwei 8-Pin PCIe-Kabel in 500mm Länge, gleich sechs SATA, und drei Molexkabel, ebenfalls 500mm lang. Für die genannten Kabel sind genug Anschlussbuchsen am Netzteil selbst vorhanden, sodass theoretisch alle zur selben Zeit genutzt werden könnten. Passend dazu wurden die Buchsen farblich markiert.


Die reine Leistung des Netzteils unterscheidet sich nicht von der des Pure Power 9, die Neuerungen findet man erst unter der Haube. Wie auch schon beim Straight Power Pro und Dark Power Pro kommt hier die technisch bessere DC-DC Technik zum Einsatz. Einfach ausgedrückt bedeutet es eine leicht verbesserte Effizienz und Spannungsfestigkeit, besonders bei Lastspitzen. Die 3,3V und 5V Rails sind direkt von der 12V Schiene abgegriffen, anders als bei den gruppenregulierten Netzteilen. Diese Eigenschaft testen wir später mit gezielten Lastwechseln. be quiet! gibt volle drei Jahre Garantie auf die neuen Pure Power 10 Netzteile.


Inhaltsverzeichnis

  1. be quiet! Pure Power 10 600W im Test
  2. 12V Leistung
  3. Lastwechsel-Test
  4. Effizienz bei hoher Last
  5. Effizienz bei geringer Last
  6. Restwelligkeit
  7. Lautstärke und Temperaturen
  8. Fazit

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