Feature: Intel stellt Broadwell-H für Desktop-Segment vor

Gestern war es endlich soweit: Intel bringt mit Broadwell-H die 14-Nanometer-Fertigung auch in den Desktop-Bereich. Doch mit Broadwell-H liegt der Fokus ganz klar auf dem Mobile- sowie Server-Segment, denn für Desktop-Modelle gab es lediglich zwei Prozessoren zu sehen. Diese beiden Modelle können sich aber immerhin über eine aufgebohrte Grafikeinheit, genauer die Iris Pro 6200 freuen. Was Intel im Bereich der Desktop-Modelle abseits des Fertigungsprozesses abgeändert hat, wollen wir im folgenden klären.


Vor knapp zehn Monaten stellte Intel erstmalig Prozessoren vor, die mit einer Strukturbreite von 14 Nanometern hergestellt werden. Bis das neue Fertigungsverfahren jedoch auch im Desktop-Bereich eingesetzt wurde, verging noch einige Zeit. Genauer hat Intel gestern die ersten Prozessoren der Broadwell-H-Serie vorgestellt, die mit insgesamt 15 Prozessoren aufwarten wird. Das Desktop-Segment fällt mit nur zwei Prozessoren allerdings recht dürftig aus.

Doch der Reihe nach: Mit Broadwell-H stehen nun Prozessoren bereit, die mit einer Strukturbreite von 14 Nanometern gefertigt werden. Die Desktop-Modelle, der Intel Core i5-5675C und der i7-5775C können im Sockel 1150 untergebracht werden. Mit der feineren Fertigungsstruktur geht auch eine niedrigere Leistungsaufnahme einher, die Intel nicht für eine Taktsteigerung nutzt, sondern um die TDP auf 65 Watt abzusenken. Dies zeigt sich auch in den Taktraten, die mit 3,3 Gigahertz beim HyperThreading-fähigen i7-5775C und 3,1 Gigahertz beim i5-5675C gemäßigt ausfallen. Der Kennbuchstabe C verrät, dass beide Modelle über einen freien Multiplikator verfügen, genau wie frühere "K-Modelle".

Die größten internen Änderungen haben im Bereich der Grafikeinheit stattgefunden, die nunmehr die Hälfte der Größe des Chips ausmacht. Im Gegensatz zu bisherigen Desktop-Modellen, wie etwa der Core i7-4790K, kommen die beiden neuen mit einer Intel Iris Pro Graphics 6200 daher, welche bisher den mobilen Modellen vorbehalten war. So kommen künftige Nutzer der Broadwell-H-Chips in den Genuss von 48 Execution Units, während einstige Topmodelle mit lediglich 20 dieser Einheiten bestückt waren. Im direkten Vergleich zu älteren Iris Pro Graphics steigt die Zahl der Ausführungseinheiten um die Zahl acht. Des Weiteren stehen der GPU 128 Megabyte eDRAM zur Verfügung, die bei Bedarf auch von der CPU genutzt werden können.

Erste Tests im Internet zeigen, dass die 65-Watt-TDP nicht ausreichen, um sowohl die CPU als auch die GPU vollständig auszulasten. Hier sollten allerdings Tests mit Serien-CPUs abgewartet werden. Preislich sieht Intel für den Core i7-5775C 366 US-Dollar vor, der i5-5675C wird 276 US-Dollar kosten.

Kommentare

Noch keine Kommentare abgegeben. Sei der Erste und teile der Welt deine Meinung mit!

Zum Thread im Forum

Anzeige

Preisvergleich

Verwandte Themen