Test: Wavemaster Stax 2.1 BT Soundsystem im Test

Wavemaster hat das Stax genannte 2.1-Soundsystem bereits länger im Angebot und dieses nun auch um eine Bluetooth-Funktionalität erweitert. Überzeugen will man aber nach wie vor mit einem ordentlichen Sound und gutem Preisleistungsverhältnis - versprochen wird also ein klassischer Allrounder für die breite Masse. Ob das System diesen Anspruch erfüllen kann, verraten wir im Test.


Als Hersteller von Audio-Produkten ist Wavemaster seit längerer Zeit im deutschen Markt vertreten und vertreibt vor allem Soundsysteme im unteren bis mittleren Preissegment. Auch das Stax 2.1 BT, welches wir für unseren Test in die Redaktion gebten haben, findet sich mit einem Preis von rund 70 Euro außerhalb jeglicher Enthusiastenmärkte. Stattdessen will man mit einem recht außergewöhnlichen, aber eleganten Design und einer annehmbaren Qualität den typischen Durchschnittsnutzer überzeugen. Wie der Kürzel "BT" bereits verrät, soll der praktische Nutzen zudem über einen simplen Bluetooth-Support erweitert werden. Ob sich Wavemaster damit gegen Konkurrenten wie Creative, Logitech und Co. durchsetzen kann, erfahrt Ihr in den folgenden Zeilen.

Technische Daten

  • Lautsprecher: Subwoofer 13 cm Langhub-Tieftöner, Satelliten 2,54 cm Breitbandlautsprecher
  • Verstärker: integriert (3 Kanäle)
  • Ausgangsleistung (RMS): Subwoofer 26 Watt, Satelliten 2 x 10 Watt
  • Frequenzbereich: Subwoofer 30 - 150 Hz, Satelliten 150 - 20.000 Hz
  • Eingangsempfindlichkeit: Line-1 (Subwoofer) 500 mV, Line-2 (Bedieneinheit) 250 mV
  • Bedieneinheit: mit On/Standby, Lautstärkeregler, Umschalter Bluetooth®/Line, Kopfhöreranschluss (verstärkt) und Line-In
  • Bluetooth®: A2DP Standard für kabellose, digitale Signalübertragung (ab BT 2.1)
  • Satellitenlautsprecher: schlanke Bauweise mit verstellbarem Metallfuß, Wandaufhängung und 3m Anschlusskabel
  • Subwoofer: Holzgehäuse mit Bassreflex-Technologie, Bassregler, Höhenregler und Netzschalter
  • Netzteil: intern, 100-240 Volt ~ 50/60 Hz, 0.7A max., Standby Power <0.5 W (230V)
  • Anschluss: 2 x 3,5 mm Stereo Klinkenstecker, Cinch, Bluetooth®
  • Maße (BHT): Satelliten = Ø 100 x 205 mm, Subwoofer = 180 x 280 x 265 mm, Bedieneinheit (Ø x H) = 70 mm x 35 mm

Lieferumfang und Verarbeitung

Das Soundsystem wird in einem recht kompakten, quadratischen Karton geliefert, welcher mit den wichtigsten Features bedruckt ist. Neben der Bassbox und den beiden Satelliten findet sich dort ein 3,5mm-Kabel (männlich zu männlich) sowie ein 3,5mm zu CINCH-Stecker (weiblich zu männlich). Hinzu kommt die kabelgebundene Bedienungseinheit und Papiere.

Der Subwoofer stellt trotz der eigentlich bescheidenen Maße die mit Abstand größte Einheit des Soundsystems dar und kommt in einer Quader-ähnlichen Form daher. Die Hauptrichtung des Basses ist dabei nach links gerichtet, die Ausgleichsöffnung hingegen nach vorne. Die rechte sowie obere und untere Seite sind blank. Auf der Rückseite finden sich jeweils ein Bass- und Treble-Regler, einmal Line-In für die Audioquelle und Controller-In für die Bedienungseinheit sowie zwei Ausgänge für die Satelliten-Lautsprecher. Als letztes ist noch ein Power-Schalter verbaut, um das komplette System ein- oder auszuschalten.

Die beiden Stax-Satelliten sind nicht wie üblich eckig, sondern kommen in der Form kleiner Stäbe mit einem länglichen und schmalen Abbild daher. Im Vergleich mit der Bassbox wirken sie fast schon unterdimensioniert. Die Lautsprecher selbst sind extrem leicht, sind aber mit einem stabilen Scharnier an relativ schweren Standfüßen aus Metall befestigt. Damit ist auch trotz der schmalen Form ein sicherer Halt auf dem Schreibtisch möglich.

Dank der Scharniere können die Einheiten jeweils in einem Bereich von etwa 90 Grad nach Belieben auf- und abgeklappt werden. Das ist vor allem dann sinnvoll, wenn die Satelliten an der Wand befestigt werden sollen. Hierfür besitzen beide Standfüße eine Bohrung, um mithilfe kleinerer Schrauben angehängt zu werden.

Bei der Fernbedienung handelt es sich, wie bereits erwähnt, um eine kabelgebundene Einheit. Dank des langen Kabels sollte es bezüglich der Reichweite aber keine Probleme geben. Die Verarbeitung ist sehr solide und die Abstimmung des großen Drehrads optimal eingestellt. Mit letzterem lässt sich die Lautstärke einstellen oder das Boxensystem ausschalten, indem der Regler auf die Nullposition gedreht wird. Weiterhin findet sich jeweils einmal Line-In sowie Line-Out mit 3,5mm und ein Schalter zum Wechsel zwischen dem regulären Betrieb und dem Bluetooth-Modus.

Praxistest

Für den Praxisbetrieb haben wir die Bassbox unter dem Schreibtisch mit der Rückseite an die Wand platziert und die beiden Satelliten jeweils an die rechte und linkte Seite des Tisches gestellt und leicht in Richtung des Nutzers gedreht. Die Bedieneinheit wurde indes auf die Mitte das Schreibtischs gelegt. Der Aufbau des gesamten Systems ging leicht von der Hand und erforderte kein spezielles Fachwissen.

Angeschlossen wurde das System jeweils via 3,5mm-Kabel am Test-Rechner und über Bluetooth an ein Samsung Galaxy A5 (2016). Beim Kabelbetrieb muss der Schalter der Bedieneinheit auf der Position "LINE" liegen, in diesem Fall leuchtet die Kontrollleuchte grün. Beim Bluetooth-Betrieb hingegen muss der Schalter auf "BT" gestellt sein, woraufhin die LED blau leuchtet. Die Verbindung eines kompatiblen Geräts in Form das Galaxy A5 funktionierte auf Anhieb. Über das Smartphone lassen sich dann alle Medienelemente wiedergeben und steuern, über das Steuerrad der Bedieneinheit lässt sich auch parallel die Lautstärke regeln.

Die Musikqualität hält in Anbetracht des Preises keine Überraschungen parat. So sind die Höhen und Tiefen mittelmäßig und bei sehr basslastigen Titeln kann der recht kleine Subwoofer schnell mal an seine Grenzen kommen. Der Sound ist aber grundsätzlich klar und deutlich, was in Anbetracht der sehr kleinen Satelliten durchaus lobenswert ist. Für den häufig genannten Durchschnittsnutzer dürfte die Qualität problemlos ausreichen, solange man es mit der Lautstärke nicht übertreibt. Denn bei zu hohem Aufdrehen geht einiges der ansonsten zufriedenstellenden Soundqualität verloren. Wer eine exzellente Betonung und Feinfühligkeit über alle Lautstärkestufen hinweg wünscht, muss zwangsläufig zu einem teureren System greifen.

Fazit

Betrachtet man zunächst den Preis von rund 70 Euro, scheint das Wavemaster Stax 2.1 BT ein ordentliches Preisleistungsverhältnis aufzuweisen. Jedoch bietet der Hersteller das Stax-System auch ohne Bluetooth-Funktionalität für etwa 40 Euro an, was insbesondere im Budget-Bereich einen erheblichen Unterschied darstellt. Aus diesem Grund sollte gründlich abgewogen werden, ob die Funktion den Aufpreis rechtfertigt.

Für das Soundsystem an sich spricht grundsätzlich das elegante und einfache Design und die die praktischen Zusatzfeatures wie die Bluetooth-Funktion sowie die Möglichkeit, die beiden Satelliten an der Wand zu montieren. Die Wiedergabequalität ist gut und die Bassbox für die meisten Anwendungsfälle absolut ausreichend dimensioniert. Die extrem schmalen Satelliten wirken aber stets etwas überfordert, leisten aber dennoch gute Arbeit. Dass letztendlich einige Kompromisse in Kauf genommen werden müssen, ist in diesem Preisbereich aber prinzipiell nicht zu vermeiden.

Zusammengefasst überzeugt das Stax 2.1 dank hochwertiger Verarbeitung, ordentlichem Sound und angemessenem Featureset - und je nach Version auch mit entsprechender Bluetooth-Anbindung. Aus diesem Grund vergeben wir unsere PC-Max Preis-Leistungsempfehlung.

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