Feature: Battlefield 3: End Game DLC im Test

Mit End Game hat DICE den fünften und letzten Downloadcontainer für Battlefield 3 bereitgestellt. Im neuesten Zusatzinhalt finden sich neben dem vielbeworbenen Dirtbike, vier neue Maps, sowie zwei neue Spielmodi. Für ganz aufmerksame Spieler hat der Entwickler gleich mehrere interessante Easter Eggs im Spiel versteckt, die wir im Test aufgedeckt haben. Ob dies ausreicht, um Battlefield 3 ein erfolgreiches Finale zu bescheren, erfahrt ihr im Folgenden.


Battlefield 3 deckt viele essentielle Bestandteile eines Ego-Shooters ab und baut selbige durch zahlreiche DLCs aus: Für Infanteristen gibt es Close Quarters und Panzerliebhaber können sich auf den vier großen Maps von Armored Kill die Köpfe einhauen. Doch welche Zielgruppe möchte DICE mit End Game ansprechen? Genau genommen ist für jeden etwas dabei, denn die neuen Multiplayerkarten sind ausreichend groß für Panzergefechte am Boden, während sich im neuen Spielmodus "Luftüberlegenheit" alles um Jetkämpfe am Himmel dreht. Beim ebenfalls neuen "Capture the Flag" sind die beiden Knotenpunkte - die Flaggen des gegnerischen Teams - vor allem von Fußsoldaten heiß umkämpft und somit auch für Fans von engen Infanteriegefechten interessant.

Nach traditioneller DICE-Manier kommt auch End Game wieder mit vier neuen Schlachtfeldern daher.

Mit End Game spendiert der Spieleentwickler DICE Battlefield 3 erneut vier neue Maps, die übrigens auch die Jahreszeiten symbolisieren sollen: Die verschneite Sabalan-Pipeline steht für den Winter und rund um die Kiasar-Eisenbahn steht ein dichter Wald voller Pflanzen und Bäume als Repräsentant für den Frühling. In der etwas vertrockneten Nebandan-Ebene herrscht Hochsommer, während der Spieler in "Operationen Flussufer" in eine herbstliche Umgebung versetzt wird. Alle vier Karten sind ähnlich groß und eigenen sich bedingt auch für Panzerschlachten, sind aber eher auf schnelle Schusswechsel zu Fuß oder auf dem Mottorad ausgelegt. Etwas enttäuschend ist die Auswahl an neuer Kampfausrüstung: Lediglich eine freischaltbare Sekundärwaffe gehört zum Inventar, an denen sich Battlefield-3-Spieler in End Game berreichen können. Überspringt man allerdings diesen enttäuschenden Teil und kommt zu den drei neuen Fahrzeugen, ist die Unmut schnell vergessen.

Das Dirtbike ist extrem schnell und kann auch große Hindernisse leicht um- oder überfahren.

Das interessanteste der neuen Vehikel dürfte mit Sicherheit das Dirtbike sein, bei dem es sich im Grunde um ein extrem schnelles und flinkes, aber dafür unbewaffnetes Fahrzeug für zwei Personen handelt. Wer auf diesem Motorrad sitzt, möchte so schnell gar nicht mehr absteigen, denn das Fahren darauf macht nicht nur eine Menge Spaß, sondern ist auch sehr effektiv, um längere Strecken in kürzester Zeit und möglichst unauffällig zurückzulegen. Ein zusätzlicher Passagier kann währenddessen mit der Waffe umherschießen und das im Radius von fast 360 Grad, wodurch der optionale, zweite Platz weitaus mehr Vorteile bringt als beispielsweise im Quad, wo lediglich eine eingeschränkte Sicht nach hinten gegeben ist.

Der ASRAD und Vodnik AA sind zwar recht gut gepanzert, doch fehlt es ihnen an effektiven Bodenwaffen.

Bei den beiden anderen Fahrzeugen handelt es sich im Grunde um ein und dasselbe Gefährt, nämlich einen recht stark gepanzerten Jeep für vier Personen, allerdings mit unterschiedlichen Namen und Aussehen. Während der Humvee ASRAD zur US-Fraktion gehört, kann der Vodnik AA von den Russen bestiegen werden. Wer hier den zweiten Platz besetzt hat zum einen ein Flugabwehrsystem in Form mit zwei Anti-Luft-Raketen und zum anderen vier Infanteriegeschosse für Bodeneinsätze zur Auswahl. Die zuletzt genannten Geschosse sind allerdings ungelenkt und benötigen darüber hinaus sehr lange zum Nachladen, weshalb die beiden Jeeps für Bodenkämpfe nur bedingt brauchbar sind.

Die neuen Jeeps sind im Bodenkampf kaum hilfreich, aber wirkungsvoll gegen ankommende Helikopter in der Luft.

Im Gegensatz zu den vorherigen Download-Containern hat End Game zwei völlig verschiedene, neue Spielmodi im Gepäck, zu denen auch das CTF-Spielprinzip (Capture the Flag) gehört. Genau genommen ist dieser Spielmodus gar nicht so neu, denn das "Flaggenklauen" war zu Anfangszeiten von Battlefield Gang und Gebe, bis diese Spielform jedoch aus der Shooter-Reihe verbannt wurde. Aber auch nach der Rückkehr mit End Game bleibt das Prinzip immer noch dasselbe: Man rückt zur gegnerischen Basis vor, nimmt die Flagge der Feinde an sich und bringt sie zur eigenen Basis zurück. Dies hört sich simpel an, ist in der Praxis aber deutlich kniffliger. Zuerst einmal muss der Spieler zur gegnerischen Basis gelangen, wofür dieser fast die gesamte Map überqueren muss und währenddessen gleichzeitig eine Zielscheibe für gegnerische Scharfschützen und Mörser darstellt. Eine sichere Alternative wäre der Einstieg in ein gepanzertes Fahrzeug, wo zumindest Schutz vor Snipern vorhanden ist. Schneller geht es aber mit dem Dirtbike, das hier seine Stärke ausspielen kann: schnell und unauffällig von A nach B gelangen.

Allerdings ist die Ankunft im gegnerischen Lager erst die halbe Miete, denn dort versteckt sich in der Regel eine Schar feindlicher Fußsoldaten, die nur darauf warten, allen Eindringlingen den Gar auszumachen. Das bedeutet: Ohne ausreichende Rückendeckung muss jener besonders vorsichtig sein, der in die feindliche Basis vordringt. Wer einmal die Fahnenstange der Gegner an sich genommen hat, sollte schleunigst zur eigenen Basis zurückkehren, da man für das gesamte feindliche Team markiert ist, solange die Flagge getragen wird. Der Rückweg sollte optimalerweise mit einem Fahrzeug oder zumindest in Begleitung mehrerer Teamkameraden erfolgen, um nicht vom wütendem Mob an feindlichen Spielern überrannt zu werden.

Nach der Flaggenübernahme sollte man entweder mit dem Panzer (möglichst sicher) oder mit dem Bike (möglichst schnell) zur eigenen Basis zurückkehren.

Der zweite Spielmodus trägt den Namen "Luftüberlegenheit" und zielt darauf ab, möglichst viele Punkte mit dem Erobern von Flaggen zu erreichen. Im Grunde handelt es sich dabei um Conquest, nur, dass sich die drei Stützpunkte weit über dem Boden befinden, lediglich per Flugzeug erreichbar und damit einnehmbar sind. Der Wiedereinstieg ist nur über einen Jet möglich und damit die Spieler auch darin verweilen, ist der Schleudersitz deaktiviert. Das ganze Gefecht wird also über Flugzeuge ausgetragen und wirkt bei so vielen Spielern ziemlich planlos, was spannende Dogtag-Gewinne eher zu einer Seltenheit macht. Wer in Battlefield einmal von zwei feindliche Jets verfolgt wurde, will nicht wissen wie das Ganze mit drei, vier oder fünf Gegnern aussieht, die dem eigenen Jet hinterher fliegen. Dauerpiepen ist die Folge, weil man fast immer im Visier eines Kontrahenten ist, der dann seine beiden wärmesuchenden Luftraketen auf einen hetzt. Aufgrund der fehlenden Schleudersitz-Funktion endet ein kritischer Treffer und der daraus resultierende Flugzeugbrand auch zwangsläufig mit dem Tod des Piloten. Das alles macht den chaotischen Modus Luftüberlegenheit selbst für Jetprofis zu einer großen Herausforderung und verlangt nicht nur Können, sondern auch einer Menge Glück.

Jetfights, wohin das Auge reicht: Im Spielmodus Luftüberlegenheit ist man nirgendwo wirklich sicher!

Zuletzt noch die versprochene Auflösung der versteckten Easter Eggs: Wer in Operation Flussufer nach Nordwesten (fast in der Deadzone) marschiert, wird hinter einer Steinklippe ein weiß-blaues Flugobjekt vorfinden, das mit Sicherheit nicht dort hin gehört. Gerüchte besagen, dass dies ein möglicher Hinweis auf einen Nachfolger von Battlefield 2142 sein könnte.

Was es mit diesem futuristischen Senkrechtstarter wirklich auf sich hat, weiß vermutlich nur DICE selbst.

In der Nebandan-Ebene kann man mit viel Sucherei mit dem Jet in der Luft eine Art Flugsaurer vorfinden. Leider lässt sich dieser nicht besteigen um ihn zu fliegen. Das Urzeit-Monster wäre eine interessante Abwechslung gegenüber den gewöhnlichen Jets in Battlefield 3.

Während der Flugsaurer in der Nebandan-Ebene live zu sehen ist, hat sich das Ungetüm aus der Sabalan-Pipeline schon aus dem Staub gemacht.

Den letzten Scherz, den sich DICE bei seinem neuen DLC erlaubt, geht ebenfalls in Richtung Vergangenheit und liegt auf der Map Sabalan-Pipeline. Weit im Osten des Gebietes findet der Spieler einen durchbrochenen Zaun, dem eine seltsame Fußspur entspringt. Ob auch hier ein Dinosaurier am Werk war?

Fazit

Nur eine neue Waffe und drei Fahrzeuge klingen wenig aufregend, aber die beiden Modi "Luftherrschaft" und "Capture the Flag" haben durchaus ihre Reize und bringen zwei interessante Spielprinzipien in die Schlacht. Letzterer macht vor allem mit dem neuen Dirtbike eine Menge Spaß und sollte von jedem Battlefield-Premium-Besitzer ausprobiert werden, da selbige das hierfür benötigte Add-On ohnehin kostenlos erhalten. Alle anderen Spieler ohne kostenpflichtigen Premium-Zugang sollten sich den Kauf des rund 15 Euro teuren DLC zumindest überlegen.

Auch wenn wir End Game nicht zwingend als das große Finale bezeichnen können, macht DICE mit dem letzten DLC vieles richtig und bietet eine abwechslungsreiche Inhaltserweiterung für ein ohnehin schon weitumfassendes Hauptspiel an. Insgesamt steht den Spielern nun ein Paket aus 29 Karten, rund 100 verschiedenen Waffen und einem Dutzend an Ausrüstungsgegenständen sowie Fahrzeugen zur Verfügung, mit denen weiterhin ins Schlachtfeld gezogen werden kann - zumindest so lange, bis Battlefield 4 veröffentlicht wird, womit die Update-Prozedur womöglich von neuem beginnt.

Der Downloadcontainer End Game ist bereits bei Amazon erhältlich und kann von Premium-Spielern am PC und der Xbox 360 seit dem zwölften März und normalen Battlefield-3-Besitzern ab dem 26. März heruntergeladen werden. PlayStation-3-Gamer erhielten eine Woche früher Zugang und können seit dem 5. beziehungsweise dem 19. März in den Genuss des letzten DLCs für Battlefield 3 kommen.

Kommentare

Was ich blöd finde ist dass man keinen "Anvisier-Ton" hört wenn man von einer Javelin anvisiert wird, so kommt es mal vor dass man währen der Fahrt plötzlich in die Luft fliegt, ohne Vorwarnung.
Ich weis nicht ob das so gewollt ist oder war, aber es nervt mich persönlich total.
Was mich noch nervt ist dass manche Noobs in Airsuperiority Selbstmord begehen wenn sie mal anschießt, damit man ja nicht den Kill bekommt, echt mies sowas.
Capture the Flag ist, wie ich finde, ein echt gelungener Spielmodus, macht echt Laune, auch wenn manchmal das gesamte gegnerische Team die Fahne mit C4 zuschüttet oder rund um die Fahne campen.

geschrieben am 05.04.2013 um 16:36 Uhr

Ist so gewollt.Nicht jedes Fahrzeug hat dieses Gadget.
Wäre wohl auch sehr realitätsfern,wenn ein einfaches Dirtbike so eine Option hätte.
Macht schon Laune,mit ner Javelin das eine oder andere doppelt besetzte Bike hochzujagen. :)

geschrieben am 05.04.2013 um 18:36 Uhr

das moped ist hammer.

erinnert mich an die BW.. KRAD melder.... hahahaaa

ps: war immer noch besser als , melder zu fuss........ :)

geschrieben am 05.04.2013 um 19:50 Uhr

Orr. Wollte jetzt gerade selber mal Endgame testen. Aber mein Premium ist weg. Scheiße EA.

Aber es sieht so gut aus. Ich würde gerade echt gerne ctf spielen.

geschrieben am 06.04.2013 um 14:53 Uhr

Wie ist denn bitte dein Premium weg?

geschrieben am 06.04.2013 um 18:10 Uhr

Hatte das nicht über Origin gekauft.
Hatte das dann halt, war stand auch überall, dass ich das habe. (Steht auch noch im Battlefeed, dass ich jetzt zugriff darauf habe)

Aber als ich vor ein paar Tagen dann BF aktualisiert habe und Endgame downloaden wollte ging das nicht.
Fand ich total seltsam. Bin auch Battlelog gegangen und hab da auf den Premium Button gedrückt. Sagt mich Battlelog ganz dreist: Premium kaufen.

Ja ne ist klar.
Mit dem support geschrieben, der meinte dann, dass es ein Code war, für den EA nie Geld gekriegt hatt.
Ich sollte am besten an eine bestimmte Email schreiben mit meinem Problem. Habe ich gemacht. Hoffnung besteht, dass ich das jetzt wieder kriege, aber wer weiss.

geschrieben am 06.04.2013 um 20:56 Uhr

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