Feature: Crysis 3 Beta Multiplayer

Gegen Ende Februar wird Crytek das neuste Crysis-Epos offiziell vorstellen und damit den dritten Teil der erfolgreichen Spiele-Reihe pr√§sentieren k√∂nnen. Bevor das Produkt jedoch finalisiert wird, bietet das Entwicklerstudio interessierten Spielern einen ersten Einblick in die Welt von Crysis 3. Dazu kann die aktuell laufende Multiplayer-Beta angespielt werden. Wir haben euch unseren ersten Eindruck zum Mehrspieler-Modus sowie Details zum aktuellen Stand zusammengefasst. 


Crysis 3 wird am 21. Februar 2013 f√ľr Playstation 3, Xbox 360 sowie PC erscheinen und soll den Erfolg des zweiten Teils fortf√ľhren. Einen ersten Vorgeschmack auf den kommenden Ego-Shooter liefert die seit gestern zug√§ngliche Multiplayer-Beta. Einen passenden Key f√ľr den Download der "Demo", k√∂nnen alle gewillten PC-Spieler gegen Vorlage der Ausweis-Daten √ľber die Crysis-Facebook-Page oder die entsprechende Web-App beziehen. Zudem ist EAs Origin-Dienst samt Account n√∂tig, um in den Genuss von Crysis 3 Beta zu kommen.

Die Beta-Version beinhaltet logischerweise nur einen Bruchteil des Multiplayer-Inhalts von Crysis 3 und zeigt daher nicht das volle Potenzial des Ego-Shooters. Dennoch sind die Grafikpracht, diverse Maps und Spielmodi sowie das Gamplay zu erkennen. Was genau den Spieler in der Beta-Version erwartet, kl√§ren wir in den folgenden Zeilen. 

Spiel-Modi

Crytek integriert in die Crysis 3 Beta insgesamt zwei Multiplayer-Modi, die auf die Bezeichnungen "Hunter" und "Absturzstelle" h√∂ren. Letzter ist bereits aus Crysis 2 bekannt. Ein Alien-Raumschiff wirft eine sogenannte Energie-Schote ab, die je nach Team erobert oder verteidigt werden muss. Dies entspricht dem "Capture the Flag"-Prinzip, jedoch mit st√§ndig wechselnden Standorten auf der Karte. Neu bei Crysis 3 ist gegen√ľber dem Vorg√§nger, dass die Schote zwei Schilde enth√§lt, mit denen sich Angreifer oder Verteidiger ausr√ľsten k√∂nnen. Zudem gibt es auf jeder Map einen riesigen Tripod-Alien, der als "Pinger" bezeichnet wird und von einem Spieler besetzt werden kann. Gegner k√∂nnen das Unget√ľm jedoch m√ľhevoll zerst√∂ren oder besetzen.

Neben vier vorkonfigurierten Klassen "Assault", "Scout", "Sniper" und "Gunner", kann der Spieler f√ľnf weitere Profile anpassen. Dabei lassen sich die Prim√§r- sowie Sekund√§rwaffen, Granaten und Nanosuit-Updates nach den jeweiligen M√∂glichkeiten anpassen. 

Beim Hunter-Modus treffen zwei v√∂llig unterschiedliche Gegnertruppen aufeinander. Auf der einen Seite tummeln sich zu Beginn des Spiels maximal 14 CELL-Trooper, die keinen Nanosuit tragen und demzufolge nicht √ľber besondere Tarn- oder St√§rke-Funktionen verf√ľgen. Nichtsdestotrotz sind die einfachen Fu√üsoldaten mit einem Umgebungssensor ausgestattet, der die unsichtbare Bedrohung in Form der J√§ger anhand einer Skala im Bereich der Mini-Map sowie einem Ger√§usch erahnen lassen. Bewaffnet sind die CELL-Trooper wahlweise mit einem futuristischen MG, einem Scharfsch√ľtzengewehr oder einer Schrotflinte. Je nach Bewaffnung stehen demnach die drei Klassen "Ranger", "Sniper" und "Close Quarters" zum Einsatz bereit.

Die J√§ger sind im Gegensatz zu den tr√§gen CELL-Troopern flink und vor allem unsichtbar, jedoch nur mit einem Bogen bewaffnet. Am Anfang der Runde sind maximal zwei der stillen Gegenspieler auf der Karte. Mit jedem Abschuss eines einfachen Soldaten, wird selbiger ebenfalls zu einem J√§ger, wodurch das √úberleben der CELL-Mitglieder immer schwieriger wird. Ziel ist es im Falle von letzterem nicht g√§nzlich ausgel√∂scht zu werden. Die Hunter m√ľssen innerhalb einer kurzen Zeit jedoch alle Soldaten t√∂ten, um zu gewinnen.

In einer kurzen Spiel-Session zeigte sich schnell, dass die CELL-Trooper in einer geschlossenen Formation agieren oder sehr defensiv zu Werke gehen m√ľssen. Ein Ausrei√üer, der √ľber die Karte hetzt, √ľberlebt nicht lange. Leider scheint das Prinzip nicht jedem Spieler zu gefallen, denn aktuell sind fast alle CELL-Soldaten auf den Maps verstreut, ohne dabei eine Taktik zu befolgen oder mit anderen Mitstreitern logisch zu agieren. Auf der Seite der Hunter, gilt der zu letzt genannte Umstand ebenso, wiegt aber nicht so schwer, weil die J√§ger sowieso sehr schnell und am Besten einzeln arbeiten, um erfolgreich zu sein.

Maps

Die Beta-Version von Crysis 3 beinhaltet lediglich zwei Maps, die sich aber grunds√§tzlich unterscheiden. Zum Einen erfolgen die K√§mpfe auf einer Karte mit dem Namen "Airport". Schnell wird klar, dass sich Crytek hierbei einen heruntergekommenen Flughafen als Szenerie aussuchte. Der Spieler darf sich dabei √ľber mehrere, recht flache Ebenen bewegen.

Anders sieht es auf der Map "Museum" aus. Dort dient ein zerst√∂rtes Monument als Schauplatz. Genauer handelt es sich um das Museum of Modern Art in New York. Selbiges ist durch Zerfall und Zerst√∂rung nur noch schwer zu erkennen. Mauer-Abschnitte, provisorische Rampen und ein sumpf√§hnlicher Grund, machen die Szenerie zu einem authetischen Endzeit-Kunstwerk. Bewegen kann sich die Spielerschaft √ľber zwei hohe Ebenen. Beide Maps sehen im aktuellen Zustand wirklich ansprechend aus, jedoch fehlt es aktuell noch an einer aufwendigen Beleuchtung.

Grafik & Optionen

Auf den ersten Blick ist kaum ein Unterschied zur Grafik von Crysis 2 nach dem DX11- und High-Res-Texture-Patch zu erkennen. Crytek integriert die aktuellste DirectX-API, was gerade an einigen Objekten wie Böden oder Steinen zu sehen ist. Die Umgebung wirkt dank Parallax Mapping und Tessellation bereits in diesem Stadium sehr plastisch, was den Realitäts-Faktor deutlich fördert. Trotz alledem muss sich vor Augen gehalten werden, dass noch keine finale Version vorliegt und daher seitens der Entwickler noch einige Optimierungen stattfinden werden. Auch lässt sich anhand der Multiplayer-Beta nicht abschätzen wie die Grafik des Einzelspieler-Modus aussehen wird. Wir hoffen auf das Beste!

In Sachen Grafik-Optionen konnte Crytek gegen√ľber Crysis 2 nachbessern. Das Men√ľ offeriert dem Spieler zahlreiche Kantengl√§ttungsmodi wie SMAA, MSAA und f√ľr Nvidia-Nutzer auch TXAA in diversen St√§rke-Ausf√ľhrungen. Selbst das eher Performance-schonende FXAA kann bei Bedarf angew√§hlt werden. Neu bei Crysis 3 ist zudem die Implementierung des Reglers f√ľr Anisotropie, die bei dem zweiten Ableger noch im Treiber eingestellt werden musste. Ein Fehler fiel uns allerdings beim Multi-Samples-Anti-Aliasing auf: Viele Objekte sind mit einem wei√üen Rand versehen. Dies f√§llt vor allem auf der Map Airport auf.

Hardware-Anforderung

Der dritte Ableger der Crysis-Reihe macht seinem Namen alle Ehre und bringt selbts Oberklasse-Hardware an ihre Grenzen. Im Test erreichten wir mit einem Core i7-2600K, welcher auf 4,5 Gighertz √ľbertaktet war, 16 Gigabyte DDR3-2400-RAM und einer gew√∂hnlichen Geforce GTX 680 lediglich 30 bis 45 Bilder pro Sekunde. Die Grafikdetails wurden dabei auf "Very High" und die Aufl√∂sung auf 1.920 x 1.080 Pixel gestellt. Im Falle der Kantengl√§ttung haben wir uns f√ľr MSAA Medium (4x) entschieden. Ein kurzer Test, bei dem der Prozessor auf 4,0 Gighahertz getaktet wurde, zeigte, dass die Hauptarbeit der Berechnung von Crysis 3 bei der Grafikkarte liegt. Demnach ist ein starkes VGA-Modell f√ľr den h√∂chsten Detailgrad n√∂tig.  

Der erste Eindruck

Insgesamt entpuppt sich die Multiplayer-Beta von Crysis 3 nach kurzem Antesten in Sachen Gestaltung und Men√ľf√ľhrung, wie ein einfaches Update des zweiten Teils. Zwar wird Crytek laut eigenen Aussagen neue Spiele-Modi und Features wie beispielsweise die Pinger-Tripods integrieren, dennoch scheint der Unterschied zum Mehrspieler-Teil des zweiten Crysis-Ablegers am Ende nur marginal auszufallen. Eine eindeutige Einsch√§tzung geben wir aufgrund der Beta-Einstufung derzeit aber noch nicht final ab. Crytek hat in der Vergangenheit bereits das ein oder andere Mal f√ľr √úberraschungen gesorgt. Das Gameplay und Handling von Crysis 3 entspricht auch nach mehreren Stunden Spielzeit dem hohen Niveau des Vorg√§ngers. Die beiden angeteaserten Maps der Multiplayer-Beta, sind im Gro√üen und Ganzen recht ansprechend, aber teilweise sehr verwinkelt und eng. 

Wer ein bis zwei Tage mit der Beta-Version verbringt, wird merken, wie schnell der Charakter an Level-Stärke gewinnt. Bereits bei dem Zähler 10 setzt Crytek die Grenze in dieser Vorabversion, sodass nur ein Bruchteil der Features und Erweiterungen zu erkennen sind.

Fazit

Die Multiplayer-Beta von Crysis 3 soll den interessierten Spielern einen ersten Vorgeschmack auf den kommenden Shooter geben und den Entwicklern anhand von Feedback bei der Fehlerananalyse respektive -Beseitigung behilflich sein. Nichtsdestotrotz ist klar, dass das Grundger√ľst des dritten Ablegers steht und daher nur noch wenige Optimierungen beziehungsweise Verbesserungen zu erwarten sind. Daher l√§sst sich im jetzigen Status ein kleines Fazit ziehen, jedoch nur was die etwaige Gestaltung des Mehrspieler-Modus und die Grafik-Pracht angeht. Letztere liegt auf dem hohen Niveau des Vorg√§ngers nach dessen Update auf DX11 und die High-Res-Texturen, kann sich aber anhand der beiden gezeigten Szenerien "Museum" und "Airport" nicht wirklich absetzten. Ob die Entwicklerschmiede den Detailgrad der Einzelspieler-Kampagne noch aufbohrt, bleibt aber abzuwarten. Bereits im jetzigen Stadium verlangt das Spiel nach schneller Hardware, um halbwegs hohe Einstellungen w√§hlen zu d√ľrfen. Auch zeigt die Beta-Version kaum Details zu den Ceph-Aliens, wodurch sich Crytek eine wom√∂glich dicke √úberraschung f√ľr die K√§ufer der Vollversion aufspart. Vom Mehrspieler-Modus des dritten Teils, erwarten wir nur wenig neues im Vergleich zum Vorg√§nger. Ob Crysis 3 ein Erfolg wird, h√§ngt aber wie bei jedem anderen Spiel auch, vom Gesamtpaket ab. Den gro√üen Sprung, wie damals von Crysis (Warhead) zu Crysis 2, wird es unserer Vermutung nach beim kommenden Ableger nicht geben. G√§nzlich behaupten k√∂nnen wir das jedoch erst, wenn wir die Vollversion testen durften.

Die Multiplayer-Beta von Crysis 3 läuft noch bis zum 12. Februar. Danach wird Crytek die Zeit bis zum Release am 21. Februar nutzen, um ein hoffentlich finales Spiel ohne große Fehler abliefern zu können.

Crysis 3 kann bereits seit geraumer Zeit bei Amazon vorbestellt werden. Wer zusätzlich den ersten Teil abgreifen möchte, sollte bis zum 31. Januar ordern.

Kommentare

Ist wirklich ganz nett die Beta. Aber es ist nicht spielbar mit > 30 Fps. Eine Qual und treffen tut man echt nichts.
Die neue Graka muss einfach bald her.
Ansonsten kann find ich die Beta ganz nett. Die Ladezeiten nerven etwas, passen aber von er Wartezeit.
Grafisch absolut top, selbst auf niedriger Qualität+Auflösung.

geschrieben am 30.01.2013 um 21:08 Uhr

Ja das stimmt, grafisch ist das schon ein leckerbissen aber die FPS sind schon sehr niedrig, meine 560 gtx hat es nicht leicht :D Ich warte auf die neue Grafikkartengeneration bis ich wieder die scheine verballere! Bis dahin muss ich noch etwas an den Einstellungen arbeiten, hatte bis jetzt nur kurz Zeit zum zocken...

geschrieben am 31.01.2013 um 08:46 Uhr

... ein ausgesprochener Leckerbissen, zumindest optisch. Aber ich warte noch immer auf das erste Game mit solcher Grafik UND völlig frei begeh- und handelbar. :-)

DAS w√§re ein Grund, unn√∂tig Geld f√ľr eine satte Grafikkarte auszugeben.

geschrieben am 31.01.2013 um 23:40 Uhr

Also ich finde die Beta echt gelungen. Mit dem Bogen die anderen zu jagen macht richtig Fun. Ich bin echt auf den Singleplayer gespannt. Ich habe es mir Vorbestellt. Das Game ist ein MUß !!!

geschrieben am 02.02.2013 um 00:18 Uhr

Ich habe die Beta nun schon einige Stunden gespielt, es macht schon fun wie von Scarecrow1976 erw√§hnt, die leutz mir einem Bogen zu jagen, jedoch wurde es mir nach 1-2 Stunden dann irgendwie etwas langweilig. Zum Gl√ľck gibt es noch einen anderen Modus, der hat dann wieder gefetzt. Mit meiner 560 gtx OC habe ich selbst bei mittlerer Grafikeinstellung Ruckler :D aber schick sieht es dennoch aus! Grafik ist echt 1A

geschrieben am 02.02.2013 um 12:23 Uhr

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