Next-Gen Arbeitsspeicher: Forscher bringen Licht in die Sache

Herkömmlicher Arbeitsspeicher benötigt Strom. Genauer gesagt Elektronen, mit denen moderne Module immer effizienter arbeiten. Forscher einer Kanadischen Universität beschreiten aber mittlerweile ganz andere Wege und nutzen das Licht als neue Lösung

„Light induced magnetoresistive random-access-memory“ (Li-Ram). So tauften Forscher der University of Victoria in Kanada ihre neue Entdeckung. Die Chemiker stießen im Zuge der Forschung auf ein neues Material, welches erlaubt, Arbeitsspeicher zukünftig mit Licht betreiben zu können. Wie bereits aus der aktuellen Glasfasertechnik bekannt ist, bieten Lichtwellenleiter eine wesentlich geringere Dämpfung, woraus höhere Datenraten resultieren. Ähnliches trifft auch auf Li-Ram zu: Höhere Geschwindigkeiten und Datenraten bei weniger Leistungsaufnahme. Darüber hinaus wird so gut wie keine Wärme abgegeben.

Laut Chemieprofessorin Natia Frank soll der neue Speicher auch noch erschwinglich sein. „… vereint die Kostenvorteile von DRAM, die Geschwindigkeit von SRAM, die nicht-Flüchtigkeit von Flashspeichern und unendliche Haltbarkeit.“. Natürlich sind die Wissenschaftler euphorisch, was die neue Entdeckung angeht, aber besonders beim letzten Punkt bleiben wir vorerst skeptisch. Sogar Prognosen über den Energiebedarf wurden bereits gestellt. Laut Prof. Frank benötigt der neue Wunderspeicher zehn Prozent weniger Energie als herkömmlicher Ram. Dies könnte besonders für den Mobilmarkt interessant werden, doch bis es tatsächlich Marktreif ist, wird noch wie immer viel Zeit ins Land ziehen. Die Rede ist hier von circa 10 Jahren bis zur Marktreife.

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