Youtube: Über 60 Prozent der Top 1000 Videos in Deutschland gesperrt

Die Zahlen von OpenDataCity, die jüngst offengelegt wurden, besagen, dass von den 1000 meist angesehen Videos der Videoplattform Youtube über 60 Prozent hierzulande gesperrt sind. Weitere, dazu passende Analysedaten können Fachkundige über eine entsprechende Web-App anzeigen lassen.

Es ist eine Never-Ending-Story: Der Zwist zwischen der GEMA und YouTube verärgert nun auch mehr und mehr die Community, die den Restriktionswahn der Urhebergesellschaft satt hat. Erst vor Kurzem hat die Musikverwaltungsgesellschaft laut der Wirtschaftswoche eine Klage gegen den Internetriesen Google eingereicht, da der den Nutzern angezeigte Text bei einem gesperrten Video nicht den Vorstellungen des Unternehmens entsprach (siehe Bild). Um Fakten sprechen zu lassen hat nun die Datenjournalimusagentur OpenDataCity mithilfe einer eigens erstellten Anwendung Statistiken bezüglich der gesperrten Clips gesammelt.

Glaubt man den dort ermittelten Ergebnissen, dann sind hierzulande im Schnitt über 60 Prozent der Top 1000-Videos gesperrt, womit Deutschland weltweit an der Spitze steht und bekannte Staaten wie China oder Nordkorea sogar hinter sich lässt. Der Südsudan steht mit gerade mal 15,3 Prozent auf Platz zwei, während der Vatikan Rang drei mit rund 5,1 Prozent blockierten Videos belegt. Erschreckend ist auch die Tatsache, dass alle Staaten bis auf Deutschland zusammen bei weitem nicht die gesperrte Videoanzahl erreichen. So müssen wir mit im Schnitt 615 blockierten Videos auskommen, während der Rest der Welt gemeinsam 188 mal eine schwarzen Bildschirm anschaut.

Bei Amazon sind Musiktitel zum kostenpflichtigen Download erhältlich.

Kommentare

Loathing hat vollkommen Recht. Gema und GEZ sind einfach komplett veraltet und nicht mehr passend.
Aber wie man es ja kennt sind die Institute stur und eigenwillig.

geschrieben am 29.01.2013 um 15:44 Uhr

Mittlerweile sind auch immer mehr Lieder in meinem Youtube-Verlauf gesperrt. :(

geschrieben am 29.01.2013 um 16:08 Uhr

Es ist ein Unding. Auch die Gebührenvorstellung, die GEMA hat, sind nicht von dieser Welt. Andere Organisationen schaffen es ja auch, sich mit Google zu einigen - nur die GEMA mit der Extrawurst, da müssen die Euros kullern. Und davon profitieren ganz sicher die Künstler - neee, ist klar! Ich bin der Überzeugung: Was es verdient hat, wird auch gekauft. Und wirklich gute Sachen findet man in dem riesigen Haufen Müll, den die Musikindustrie auf den Markt wirft, auch nur wenn man filtert.

Mein Rundfunkgebühren-Brief, den ich mürrisch ausgefüllt habe, liegt auch noch im Wohnzimmer auf dem Tisch und wartet verschickt zu werden. Dafür habe ich ja vier Wochen Zeit. Solange kann sich der gerne noch ein paar Kaffeeflecken einfangen. Passt mir ja so überhaupt nicht, der einheitlich teurere Tarif ohne Möglichkeit auf geminderten Vertrag. Und dann ist der kleinste Zeitraum einer Zahlung drei Monate.

geschrieben am 29.01.2013 um 16:53 Uhr

Ich kann diesen Beitrag leider nicht kommentieren, da der Beitrag sonst wegen 90% unflätigen Wortinhaltes gelöscht würde.
Mir sitzt die Kotze nämlich sauer unterm Kinn,...in diesem Staat stimmt schon lange sehr viel nicht mehr, und die Beschneidung der Informationsfreiheit unter bürokratischem Deckmantel ist nur ein Punkt von vielen !

geschrieben am 29.01.2013 um 19:26 Uhr

bisher sind mir die sperren nur bei liedern aufgefallen, und dafür nutze ich youtube gar nciht mehr. meistens findet man auch gar keine original versionen mehr , was mich schon dazu verleitet hat auf diverse andere anbieter (z.b. clipfish) oder auch apps wie dood's music streamer. da findet man die originalen titel, genau so einfach wie bei youtube.

schon damals war meine einstellung eh GEMA= Grundlose Erfindung Menschlicher A****löcher. da gehts nicht mehr darum, das die künstler ihr geld kriegen...

geschrieben am 29.01.2013 um 20:19 Uhr

Sollen sie ruhig weitermachen, mal sehen welcher Künstler noch zur Gema wenn niemand mehr ihre Videos in Deutschland sehen kann und sie dadurch nur Verlust machen.
Die Forderungen von denen sind ja sowieso lächerlich. Mal als Beispiel: Von den ca. 8mio € die Google mit Gangnamstyle reingeschäffelt hat, wollte die Gema ca.6mio€ oder so in die Richtung haben.
Klar wird Google eher das Video sperren, als diesen geldgeilen organisierten Räubern das Geld zu geben.

Ich wohne zwar nicht in DE, aber diese "Verwertungsgesellschaften" gibt es ja genauso hier in AT:
Für Dünnsch*ss und Werbung der im Fernsehen und Radio läuft Zwangsgebühren zahlen, auf ein Smartphone hundertfach irgendwelche Gebühren wegen Raubmordtotschlagkopie zahlen usw.
Es kotzt mich echt an was die sich alles leisten können.

Und dass dieser ganze Dreck abgeschafft wird glaube ich auch nicht, die ganzen Säcke an den langen Hebeln verdienen doch viel zu gut mit als dass sie sich selbst den Hahn abdrehen würden.
Brennen sollen sie, diese gierigen Hunde.

geschrieben am 29.01.2013 um 20:32 Uhr

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