Flugverbot für Elektrogeräte: Airlines reagieren mit Premium-Service

Wer aus zehn Flughäfen aus dem Naheosten oder Afrika in die USA einreisen möchte, hat es seit kurzem mit dem Arbeiten über den Wolken etwas schwerer, da Trumps Flugverbot für elektronische Geräte, welche größer als ein Smartphone sind, greift. Airlines wissen sich indes mit einer kundenfreundlichen Art zu helfen und sehen darin eine Service-Nische.

Wer mit dem Notebook oder Tablet unterwegs - und damit auch in den Lüften - produktiv arbeiten möchte, hat es seit dem Bann von entsprechenden Devices in Flugzeugen durchaus schwer. Die Trump'sche Administration hat seit Kurzem einen Bann durchgezogen, der es verbietet von insgesamt zehn Flughäfen, verteilt in Afrika und dem Nahen Osten, elektronische Geräte in den Flieger mitzunehmen. Letzte dürfen nicht größer als handelsübliche Mobiltelefone (auch Smartphones) sein. Genau darin sehen die in hiesigen Ländern ansässigen Airlines, die kurzerhand mit einer Lösung für Premium-Fluggäste entgegenkommen. Als Leihgabe gibts ein Microsoft Surface-Tablet, auf welchem Office 2016 vorinstalliert ist. Um auch tatsächlich arbeiten zu können, gibts einen zuvor ausgehändigten USB-Stick. Die Nutzer können so die benötigten Daten vorher kopieren und mit an Bord nehmen. Die Economy-Class bekommt zwar nicht diesen Premium-Service, hat aber die Möglichkeit die Geräte kurz vor dem Flug abzugeben. Nach der Landung werden die Geräte den Besitzern ausgehändigt. Laut Emirates haben diesen Service bis jetzt rund 8000 Kunden genutzt.

Mitbewerber Qatar Airways handhabt das ähnlich: Kunden können hier ein Macbook Pro erhalten, um während des Flugs zu arbeiten. Das Ganze soll der allgemeinen Flugsicherheit dienen. Die New York Times will wissen, dass eine nicht näher genannte Gefährdungslage besteht, die die amerikanische Regierung zu solch einem Schritt veranlasst hat. Höhepunkt ist eben jenes Verbot, das seit Ende März in Kraft ist, da befürchtet wird, dass tragbare elektronische Geräte eine mögliche Unterkunft für Bomben aller Art darstellen könnten. Genau betroffen sind Flüge aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, Saudi-Arabien, Türkei, Kuwait und Jordanien sowie die afrikanischen Länder Marokko und Ägypten. 

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