Amazon startet Testlauf für Bezahlung mit Essensmarken

Deutschland ist eines der wenigen Sozialstaaten, in denen Bedürftige finanziell außerordentlich unterstützt werden. In Amerika ist die Lage wesentlich kritischer, denn die einzige Hilfe findet oft nur durch die Verteilung von sogenannten Foodstamps (Essensmarken) statt. Um zumindest diesen Dienst zu verbessern, schließt sich Amazon einer Initiative an, die den hilfesuchenden Familien die Bestellung der Lebensmittel auch per Internet ermöglicht.

Supplemental-Nutritional-Assistance-Programm-Familien oder kurz: SNAP-Familien bilden die finanziell schwächste Schicht in den Vereinigten Staaten. Die einzige Unterstützung kommt ihnen oft nur in Form von Essensmarken (Foodstamps), die kostenlos gegen wichtige Lebensmittel eingetauscht werden können. Das System leidet jedoch unter einigen Lücken, wodurch viele Nahrungsmittel nicht verfügbar sind. Den gesamten Prozess will Amazon durch zahlreiche Dienste optimieren: Sämtliche Essensmarken sollen in Zukunft auch digital einlösbar sein.

Ob das Ganze tatsächlich funktionieren kann, soll die zweijährige Testphase ermitteln. Teilnehmen werden sechs der größten Städte der USA. Dabei handelt es sich um New Jersey, New York, Washington, Pennsylvania, Maryland und Oregon. Der Initiative schließen sich auch Super-Markt-Größen wie FreshDirect, ShopRite, Hy-Vee und Dash Market. Im Mittelunkt steht auch die Frage, ob eine nationale Reglung möglich ist oder kleine, lokale Instanzen das Management übernehmen müssen. Für alle anderen US-Bürger steht das Abonnement-Dienst „AmazonFresh“ zur Verfügung.  

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Granit Bojku

Datum:
10.01.2017 | 09:59 Uhr
Rubrik:
Weltgeschehen
Quelle:
Mashable
Tags:
Amazon Amerika Essensmarken Foodstamps Pilotphase Testlauf USA

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