Britische Ministerin will gegen App-Verschlüsselung vorgehen

Die britische Innenministerin will nach dem Terrorakt in London mehr Möglichkeiten erhalten, die Gespräche der Bürger mitzuhören. Dazu sollen die Möglichkeiten zur Verschlüsselung von Nachrichtendiensten deutlich eingeschränkt werden.

Für neuen Diskussionsstoff rund um die Sicherheitsdebatte sorgte in Großbritannien die Innenministerin Amber Rudd, welche große IT-Unternehmen wie Whatsapp heftig kritisiert hat. Ihr zufolge dürften diese keine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für die Nutzer anbieten, um "keinen Platz für Terroristen zu bieten, sich zu verstecken". Für die Regierung und dessen Geheimdienste solle immer eine Hintertür offen stehen, welche die Gespräche aller Nutzer ausnahmslos offenlegt. Es sei die Aufgabe der Betreiber solcher Dienste - wie etwa Skype, Facebook und Co. - dafür zu sorgen, dass die Behörden den entsprechenden Zugriff auf die Daten erhalten.

Der Hintergrund für die neuesten Äußerungen ist klar der Terrorakt in London vor wenigen Tagen. Der Täter habe angeblich kurz vor dem Anschlag verschlüsselte Nachrichten über Whatsapp versendet. Viele Politiker haben Rudd allerdings kritisiert, da strengere Überwachungsgesetze meist nur der Privatsphäre der Bürger schaden, ohne einen verhältnismäßigen Nutzen zu bringen. Ob die britische Regierung diesbezüglich tatsächlich neue Gesetze auf den Weg bringen wird, ist noch unklar.

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