Virtual Reality: Microsoft hat große Pläne für 2017

Microsoft hat für das kommende Jahr umfangreiche Einblicke in seine Produktstrategie gegeben. Nicht nur das AR-Headset Hololens spielt dabei eine wichtige Rolle, sondern auch der Plan, über die Hardware-Partner eine VR-Brille für weniger als 300 US-Dollar auf den Markt zu bringen.

Bisher ist Microsoft im Bereich Virtual Reality vor allem wegen seiner Hololens-Brille bekannt gewesen. Genau genommen handelt es sich dabei jedoch um eine Augmented-Reality-Brille oder neuerdings auch Mixed-Reality-Brille, je nachdem wie weit der Begriff definiert ist. Auf der WinHEC-Konferenz in Shenzen (China) sind nun auch weitere Informationen darüber veröffentlicht worden, welche Pläne Microsoft diesbezüglich verfolgt.

Ein wichtiger Kernpunkt der Produktstrategie bei Microsoft soll eine günstige VR-Brille für rund 300 US-Dollar sein, die dann über Partner wie Dell, HP und Lenovo vertrieben wird. Das wäre auch ein klarer Angriff auf die Oculus Rift und HTC Vive, welche noch weit über 500 US-Dollar kosten. Zum Betrieb einer solchen "Microsoft-Brille" verlangt der Hersteller neben Windows 10 mindestens ein Intel Core i5 mit Hyperthreading, 8GB RAM, USB 3.0 sowie eine DirectX12-fähige Grafikkarte oder eine Intel GPU 620. Zur Ausgabe werden zudem HDMI oder DisplayPort mit einer Leistung von mindestens 2880 x 1440 Pixeln bei 90 Hertz vorausgesetzt. Unter dem Namen "Project Evo" arbeite man bereits mit Herstellern zusammen, um einheitliche Feature-Standards wie 4k-Gaming, Mixed-Reality und Co. einzuführen.

Laut Alex Kipman, dem Schöpfer der Hololens-Brille, soll es sich beim genannten 300-Dollar-Headset um ein "Mittelklasse-Gerät" handeln, welches bis zu sechs Bewegungsstufen erkennt. Damit entspricht es technisch in etwa der Leistungsfähigkeit der aktuellen Vive und Rift. Darüber hinaus soll es aber auch eine Partnerschaft mit einem chinesischen Hersteller geben, welcher eine "Highend-Brille" veröffentlichen wird. Diese soll über zwei Diaplays mit jeweils 2k und 120 Hertz verfügen. Die Hololens soll indes noch 2017 definitiv für Endkunden erscheinen - entweder über Microsoft selbst, oder über ein Partner-Unternehmen.

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Karim Ammour

Datum:
08.12.2016 | 12:43 Uhr
Rubrik:
Weltgeschehen
Quelle:
Engadget
Tags:
HoloLens HTC Microsoft Oculus PC Rift Vive Windows

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